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Home » BASF verklagt Apple wegen Patentverletzung in iPhones
Wirtschaft

BASF verklagt Apple wegen Patentverletzung in iPhones

MitarbeiterBy MitarbeiterSeptember 3, 2026
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Patentstreit um Gesichtserkennung

Chemiekonzern BASF verklagt Apple

Aktualisiert am 04.09.2026 – 00:52 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Ein iPhone 17: Die Kamera kann Gesichter erkennen – laut BASF dank der Technik einer Unternehmsntochter. (Symbolbild) (Quelle: IMAGO/Jakub Porzycki/imago)

Eine BASF-Tochter hat eine Methode entwickelt, Gesichtserkennung fälschungssicher zu machen. Nun soll Apple sie ohne Erlaubnis benutzen

Der Chemiekonzern BASF hat Apple vor einem US-Bundesgericht verklagt. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge reichte die BASF-Tochter trinamiX die Klage am Donnerstag bei einem Bezirksgericht in Midland, Texas, ein. Apple nutze in mehreren iPhone- und iPad-Modellen patentierte Technologie zur Gesichtserkennung, ohne dafür eine Lizenz zu besitzen, wirft das Unternehmen dem Technologieriesen vor.

BASF fordert Schadenersatz in nicht genannter Höhe sowie eine Unterlassung. Apple hat sich bislang nicht dazu geäußert.

BASF-Wissenschaftler stießen nach Angaben des Konzerns im Jahr 2010 bei der Forschung an organischen Solarzellen zufällig auf Erkenntnisse, die später zur Grundlage für trinamiX wurden. BASF gründete das Unternehmen 2014 als eigenständige Einheit für 3D- und Materialerkennungstechnologien. Heute hält trinamiX weltweit mehr als 800 erteilte oder angemeldete Patente.

  • Krise im Autobau: Autozulieferer rutscht in Insolvenz
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Technik soll in neueren Modellen verwendet werden

Herkömmliche Gesichtserkennungssysteme lassen sich laut Klageschrift mit Fotos, 3D-gedruckten Masken oder Silikon-Nachbildungen täuschen. trinamiX habe in den vergangenen zehn Jahren eine Technologie entwickelt, die genau diese Lücke schließe.

Als Apple 2017 mit dem iPhone X die Gesichtserkennung Face ID einführte, habe das Unternehmen diese Technik noch nicht verwendet. Inzwischen komme sie jedoch in zahlreichen Produkten zum Einsatz, darunter das iPhone 15, 16 und 17 sowie das iPad Pro. Apple habe gewusst oder hätte wissen müssen, dass dies sieben Patente von trinamiX verletze und „erheblichen und irreparablen Schaden“ verursache, so BASF.

In den neun Monaten bis zum 27. Juni erzielte Apple mit iPhones einen Umsatz von 196,5 Milliarden Dollar, mit iPads weitere 21,7 Milliarden Dollar.

Milliardenklage in Großbritannien

Apple sieht sich wegen seiner Regeln zum App-Tracking in Großbritannien einer Klage über zwei Milliarden Pfund (rund 2,3 Milliarden Euro) ausgesetzt. Diese wurde im Namen von App-Entwicklern am Donnerstag beim zuständigen Wettbewerbsgericht in London eingereicht. Sie ist das Ergebnis jahrelanger behördlicher Prüfungen der 2021 von Apple eingeführten „App Tracking Transparency“-Funktion.

Mithilfe dieser Funktion können Apple-Nutzer entscheiden, welche Aktivitäten eine Drittanbieter-App oder -Internetseite nachverfolgen darf. Nach Ansicht der Anwälte der Klägerseite sieht die Funktion für App-Entwickler von Drittanbietern jedoch strengere Anforderungen vor als für Apples eigene Dienste. Ann Pope, eine ehemalige hochrangige Beamtin der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde, die die Klage führt, sagte, Apples Vorgehensweise habe „Unternehmen, die auf Apple als Gatekeeper angewiesen sind, erheblichen Schaden zugefügt“.

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