Schweigen ist Pflicht
Heute herrscht auf dieser Urlaubsinsel totale Stille
Aktualisiert am 19.03.2026 – 08:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Flughafen dicht, leere Straßen und Strände: Auf Bali herrscht 24 Stunden absolute Ruhe. Am Tag der Stille kommt das öffentliche Leben zum Erliegen. Auch Touristen müssen sich an die Regeln halten.
Kein Motorengeräusch, kein Stimmengewirr, keine Musik: Die sonst so lebhafte Insel Bali ist in völliger Stille versunken. Mit „Nyepi“, dem Tag der Stille, begehen die Bewohner seit dem frühen Morgen (Ortszeit) das balinesische Neujahr – und für 24 Stunden kommt das Leben auf der weltbekannten indonesischen Urlaubsinsel vollständig zum Erliegen. Die Zeitung „Bali Sun“ sprach vom „schönsten Tag des Jahres“
Die Behörden erinnern regelmäßig daran, dass an diesem Tag strenge Regeln gelten – auch für Touristen. Niemand darf auf die Straße, der Verkehr ruht komplett, und selbst der internationale Flughafen Ngurah Rai bleibt geschlossen: Kein Flug startet oder landet.
„Nyepi“ ist der bedeutsamste Feiertag des balinesischen Hinduismus. Er markiert den Beginn eines neuen Jahres im balinesischen Saka-Kalender, dessen Datum sich nach dem Mond richtet und deshalb jährlich variiert. Bali ist innerhalb Indonesiens – dem größten muslimischen Land der Erde – die einzige Insel mit hinduistischer Bevölkerungsmehrheit. Entsprechend tief ist der Glaube im Alltag verankert.
Am Vorabend wurde es dagegen noch einmal laut: Bei traditionellen Paraden zogen riesige Dämonenfiguren, sogenannte Ogoh-Ogoh, durch die Straßen.
Die kunstvoll gestalteten Skulpturen stehen für böse Geister und werden nach den Paraden traditionell unter großem Lärm verbrannt – ein symbolischer Akt der Reinigung, den auch viele ausländische Besucher verfolgen. Balinesische Medien feierten das Event als „eines der aufregendsten Kulturspektakel in ganz Indonesien“.











