Rettungsversuch erneut gescheitert

Bagger könnte letzte Hoffnung für Wal sein


Aktualisiert am 24.03.2026 – 17:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Der gestrandete Wal: Helfer wollen die Hoffnung noch nicht aufgeben. (Quelle: René Schröder/News5/dpa)

Vor Niendorf leidet ein großer Wal. Das Tier ist gestrandet, bisher hat kein Befreiungsversuch geklappt. Kommt eine gezielte Tötung infrage – oder der Einsatz eines Baggers?

Der Gesundheitszustand des in der Lübecker Bucht gestrandeten Buckelwals verschlechtert sich nach Angaben der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd sichtlich. Auf dem Tier sei deutlicher Bewuchs als Folge einer Hautkrankheit zu sehen, sagte Sea-Shepherd-Mitglied Carsten Manheimer. Die Krankheit sei vermutlich eine Folge des zu niedrigen Salzgehalts der Ostsee.

Die Frage sei jetzt, „was noch gemacht werden kann und was noch gemacht werden sollte“, erklärte Mannheimer. Der Wal auf der Sandbank atme, aber „er kämpft nicht großartig, da runterzukommen“.

Im Video | Buckelwal-Drama: So läuft die Rettungsaktion

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Quelle: dpa

Am frühen Dienstagnachmittag schlugen die Retter rund um Ursula Siebert, Direktorin des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW), eine weitere Option vor: Nachdem der Wal noch agil sei, wollte man prüfen, ob eine Vertiefung des Untergrunds infrage komme. Denkbar war etwa, Sand und Sedimente mit einem Baggerschiff abzutragen, sagte Siebert.

Der Bürgermeister von der Gemeinde Timmendorfer Strand, Sven Partheil-Böhnke, erklärte, man wolle nichts unversucht lassen, um dem Tier zu helfen. Der Plan war, den Sand unter dem rund zehn Meter langen Tier abzusaugen, um es auf diese Weise zu befreien.

Doch auch das habe nicht geklappt, wie am späten Dienstagnachmittag bekannt wurde. „Leider hat sich herausgestellt, dass der Sand zu fest ist“, sagte Walexpertin Stephanie Groß vom ITAW.

Nun sei ein anderer Bagger angefordert worden, dieser treffe aber erst im Laufe des Mittwochnachmittags ein, sagte Groß. Weitere Rettungsversuche werde es voraussichtlich erst Donnerstag geben. „Wir müssen schauen, wie sich ein größerer Bagger auf das Tier auswirkt und auch wie es dem Tier morgen geht und übermorgen“, so Groß.

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