Frau nach Horrorfund in U-Haft
Mutter soll Baby an Hunde verfüttert haben
Aktualisiert am 09.06.2026 – 18:08 UhrLesedauer: 2 Min.
In einem Garten wird ein abgetrennter Babyarm gefunden. Nun sitzt eine 35-Jährige in U-Haft, die Ermittler sprechen von besonders schwerem Mord.
Eine 35 Jahre alte Frau aus Tschechien steht im Verdacht, ihr neugeborenes Kind getötet zu haben. Der Fall begann mit einem Fund in Kynšperk nad Ohří, auf Deutsch Königsberg an der Eger, etwa 20 Kilometer hinter der deutschen Grenze: In dem Garten eines Einfamilienhauses wurde am vergangenen Mittwoch der Arm eines Babys entdeckt.
Nach Angaben tschechischer Medien soll die Schwiegermutter der Verdächtigen den Fund gemacht haben. Sie habe den an der Schulter abgetrennten Körperteil in einer blutverschmierten Plastiktüte gefunden. Die Polizei leitete daraufhin eine groß angelegte Suche ein. Dutzende Einsatzkräfte durchkämmten die Umgebung, durchsuchten Büsche, Grünflächen und Mülltonnen. Weitere Körperteile fanden sie aber bislang nicht.
Nachbarn belasten die Verdächtige
Im Laufe der Ermittlungen geriet die 35-Jährige in den Fokus. Sie soll mit ihrem Partner im Haus seiner Eltern leben. Nachbarn berichteten, die Frau sei hochschwanger gewesen. Später sei ihr Bauch plötzlich verschwunden, ohne dass bekannt geworden sei, dass sie ein Kind zur Welt gebracht habe.
Die Polizei nahm die Frau fest. „Der 35-jährigen Frau wird ein besonders schwerer Mord vorgeworfen“, sagte ein Polizeisprecher. Ein Gericht ordnete Untersuchungshaft an. Im Fall einer Verurteilung drohen der Beschuldigten 15 bis 20 Jahre Haft oder lebenslänglich.
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Leiche des Babys an Hunde verfüttert?
Besonders schwer wiegt ein Bericht des tschechischen Nachrichtenportals „Krimi Plzeň“: Demnach soll die Frau die Leiche des Babys Hunden zum Fraß vorgeworfen haben. Dies würde erklären, warum man bislang keine weiteren Körperteile gefunden habe. Die Polizei bestätigte diese Information bislang nicht. Sie teilte lediglich mit, dass weitere Details veröffentlicht würden, sobald der Stand der Ermittlungen dies zulasse.
Warum die Frau ihr Kind getötet haben soll, ist bislang unklar. Laut dem Nachrichtenportal „Krimi Plzeň“ soll die Beschuldigte während ihrer Vernehmung eine heimliche Geburt sowie den anschließenden Tod des Babys gestanden haben. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.
Der Fall erschüttert die rund 5.000 Einwohner zählende Stadt. In der Nähe des Fundorts legten Anwohner Blumen und Kerzen nieder, um an das tote Kind zu erinnern.










