Protest gegen geplante Fahrschulreform
Autokorso durch halb Berlin – Staugefahr
18.03.2026 – 20:05 UhrLesedauer: 1 Min.
In Berlin drohen Autofahrern am Donnerstag massive Verkehrseinschränkungen. Grund ist ausgerechnet ein Autokorso.
Nicht im Stau feststeckende, sondern rollende Fahrzeuge machen am Donnerstag Autofahrern in Berlin das Leben schwer. Denn ab 11 Uhr setzt sich am Olympischen Platz in Westend ein Autokorso buchstäblich durch die halbe Stadt in Bewegung. Das teilt die Berliner Verkehrsinformationszentrale (VIZ) mit. Demnach werden mehrere hundert Teilnehmer bei dem Korso erwartet.
Die Fahrzeuge sollen dann über die Olympische Straße, die Reichsstraße, den Theodor-Heuss-Platz, den Kaiserdamm, die Bismarckstraße, den Ernst-Reuter-Platz und die Straße des 17. Juni über den Großen Stern zum Brandenburger Tor fahren. Dort soll die Protestfahrt nach Angaben der Polizei um 15 Uhr enden.
Grund für den Autokorso ist die geplante Reform der Fahrschulausbildung, gegen die sich vonseiten der Fahrausbilder Widerstand regt.
Denn Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) möchte die Fahrausbildung günstiger machen, nachdem die Kosten für den Unterricht sowie die theoretische und die praktische Prüfung in den vergangenen Jahren immer teurer geworden waren. Damit soll die individuelle Mobilität verbessert werden, was vor allem in ländlichen Regionen von Bedeutung ist.
Als Verbesserungsvorschläge sind mehrere kostensenkende Maßnahmen durch die Reform im Gespräch. So könnte zukünftig etwa das theoretische Wissen online vermittelt oder von Fahrschülern selbstständig erworben werden. Außerdem könnte die Anzahl der Fragen im Fragenkatalog verringert werden.
Eine weitere Möglichkeit zur Kostensenkung im Plan von Verkehrsminister Schnieder könnte die sogenannte Laienausbildung werden. Während aktuell nur ausgebildete Fahrlehrer Fahrstunden geben dürfen, könnten im Falle einer Gesetzesänderung unter Einhaltung verbindlicher Regeln etwa Familienangehörige Teile der Ausbildungspraxis übernehmen.










