Vor- und Nachteile

Leasingübernahme statt Autokauf – lohnt sich das?


Aktualisiert am 21.05.2026 – 12:38 UhrLesedauer: 4 Min.

Leasingvertrag: Er lässt sich zwar nicht kündigen, kann aber übernommen werden. Das bringt Vorteile, aber auch Stolpersteine mit sich. (Quelle: RgStudio/getty-images-bilder)

Leasing scheint attraktiver als der Kauf: Es spart Arbeit, Geld und Sorgen. Ein Sonderfall ist die Leasingübernahme. Für wen lohnt sie sich? Was ist zu beachten?

Leasen statt kaufen: Die Variante hat einige Vorteile. Da Sie beim Leasing das Auto nicht besitzen, müssen Sie sich um den Wiederverkauf keine Gedanken machen. Ein Sonderfall ist die Leasingübernahme. Hier gibt es nochmals einige Vorteile gegenüber dem Leasing – aber auch einige Stolpersteine.

Was ist eine Leasingübernahme?

Neben dem Kauf eines Autos gibt es weitere Möglichkeiten: Finanzierung oder Leasing. Handelt es sich bei der ersten zumeist um einen klassischen Ratenkredit, gehen Sie bei der zweiten Variante einen Mietvertrag ein, der eine festgelegte Laufzeit hat. Sie sind nicht der Eigentümer (das bleibt der Leasinggeber), aber Sie können das Auto während der vereinbarten Leasingfrist nutzen. Danach erhält es der Leasinggeber zurück. Oder der Leasingnehmer übernimmt anschließend das Auto.

Wenn der Leasingnehmer den Vertrag nicht erfüllen kann oder will, kann an seiner Stelle ein anderer Vertragspartner einspringen. Er übernimmt den bestehenden Leasingvertrag vom ursprünglichen Leasingnehmer. Deshalb spricht man hier von einer Leasingübernahme. Die Konditionen, etwa die Leasingrate, bleiben bestehen. Sie werden jedoch vom neuen Vertragspartner an die Leasingbank gezahlt, der im Gegenzug das Leasingauto nutzen darf.

Wann lohnt sich eine Leasingübernahme?

Wer least oder einen Vertrag übernimmt, kauft das Auto nicht. Dementsprechend muss er es später auch nicht verkaufen. Leasingübernahme erspart Ihnen also Arbeit. Da der übernommene Vertrag außerdem eine eher kurze Laufzeit hat (denn er läuft ja bereits), ist die Leasingübernahme vor allem dann eine Option, wenn Sie ein Auto nicht für lange Zeit fahren wollen – beispielsweise zur Überbrückung einer Wartezeit auf Ihr eigentliches Wunschauto.

Was sind die Vorteile einer Leasingübernahme?

Wer einen Leasingvertrag übernimmt, kann von zwei Vorteilen profitieren:

  • Ein Leasingvertrag hat eine von Beginn an festgelegte Laufzeit, zum Beispiel drei Jahre. Durch die Übernahme eines bereits laufenden Vertrags bindet man sich also über einen kürzeren Zeitraum.
  • Der vorherige Leasingnehmer tritt meist aufgrund einer Zwangssituation aus dem Vertrag aus. Würde er am Ende der Vertragslaufzeit über die Übernahme des Autos verhandeln, dann wäre er in einer schlechten Position. Wer den Vertrag übernimmt, ist hingegen meist in einer besseren Position – deshalb ist es ihm möglich, bessere Konditionen zur Fahrzeugübernahme auszuhandeln.

Auch für den vorhergehenden Leasingnehmer hat die Leasingübernahme einen Vorteil. Denn auf diese Weise kann er aus dem Vertrag noch während der vereinbarten Laufzeit aussteigen. Der Vertrag wird vom neuen Leasingnehmer zu denselben Konditionen weitergeführt – allerdings nur, wenn der Leasinggeber dem Wechsel des Leasingnehmers zustimmt.

Was sind die Nachteile einer Leasingübernahme?

Am Ende der Vertragslaufzeit prüft der Leasinggeber gründlich, ob das Auto irgendwelche Schäden oder Mängel aufweist – die er sich dann entschädigen lässt. Wer einen Leasingvertrag übernimmt, muss dafür geradestehen, auch wenn er die Dellen oder Kratzer nicht verursacht hat.

Share.
Exit mobile version