Diesel und Benzin werden knapp
Auswärtiges Amt rät von Reisen nach Kuba ab
Aktualisiert am 10.02.2026 – 18:30 UhrLesedauer: 1 Min.
Kein Strom, kaum Treibstoff, leere Regale: In Kuba spitzt sich die Energiekrise zu. Warum die Lage inzwischen selbst medizinische Hilfe und den Flugverkehr betrifft.
Wegen der akuten Treibstoffkrise in Kuba rät das Auswärtige Amt derzeit von nicht notwendigen Reisen in den Karibikstaat ab. Das Ausbleiben von Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland führe in Kuba zu erheblichen Ausfällen bei der Energie- und Treibstoffversorgung, die sich auf alle Lebensbereiche auswirken, erklärte das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin. Vor allem die medizinische Versorgung im Land werde durch die Energiekrise weiter beeinträchtigt.
„Im gesamten Land sind seit längerem mehrstündige, tägliche Stromabschaltungen mit Auswirkungen auf die Wasser- und Lebensmittelversorgung die Regel“, heißt es in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes im Internet. „Öffentlicher Nahverkehr, Straßenbeleuchtung, Ampeln, Geldautomaten, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sind bereits stark eingeschränkt oder können ausfallen.“
Wer unbedingt nach Kuba reisen müsse, soll sich den Angaben zufolge auf „erhebliche Beeinträchtigungen“ einstellen. Neben Einschränkungen der medizinischen Notfallversorgung seien insbesondere Diesel, Benzin, Wasser, Lebensmittel und Medikamente knapp.
Vor dem Hintergrund der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise hat Kuba seit Montag die Betankung von Flugzeugen vorübergehend ausgesetzt. Weitere derzeit geltende Notmaßnahmen sind unter anderem eine Vier-Tage-Woche in staatlichen Unternehmen und massive Beschränkungen beim Benzinverkauf und im Bus- und Zugverkehr.
