Ölembargo der USA
Kuba-Krise: Auswärtiges Amt rät von Reisen ab
Aktualisiert am 12.02.2026 – 08:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Wegen massiver Energieprobleme ist Urlaub auf der sozialistischen Karibikinsel derzeit kaum möglich. Wie Veranstalter und Airlines reagieren und was das für Reisende heißt.
Die sich zuspitzende Energiekrise auf Kuba wirkt sich auch auf den Tourismus aus. Seit Wochenanfang können keine Flugzeuge aus dem Ausland mehr in dem karibischen Inselstaat aufgetankt werden.
Deshalb setzt die Fluggesellschaft Cubana de Aviación die einzigen Direktverbindungen von Deutschland nach Kuba bis mindestens Anfang März aus. Betroffene könnten kostenlos auf einen späteren Termin umbuchen oder erhielten ihr Geld zurück, berichtet das Touristik-Fachportal „fvw.de“.
Auch die kanadische Airline Air Canada hatte Flüge vorerst eingestellt. Andere Airlines wie Iberia oder Air Europa, die weiter Kuba anfliegen, legen zusätzliche Tankstopps an anderen Flughäfen ein.
Die akute Energiekrise treffe auf breitflächig marode Energieinfrastruktur, so das Ministerium. „Das Ausbleiben von Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland führt zu erheblichen Ausfällen bei der Energie- und Treibstoffversorgung, die sich auf alle Lebensbereiche auswirken.“
Auch der zweitgrößte deutsche Reisekonzern Dertour empfiehlt, Reiseabsichten nach Kuba „vor dem Hintergrund der aktuellen Situation sorgfältig zu überdenken“. Für Abreisen bis zum 31. März biete man kostenlose Umbuchungen oder auch Stornierungen an. Für alle Reisen zu späteren Zeitpunkten gebe es die Option, kostenlos umzubuchen.
Das Angebot auf Kuba habe man bereits seit längerer Zeit deutlich reduziert, teilt das Unternehmen mit den Veranstaltern Dertour, ITS und Meiers Weltreisen weiter mit. So seien Hotels ohne ausreichende Notstrom- oder Treibstoffreserven aus dem Programm genommen und sämtliche Rundreisen und Ausflüge eingestellt worden. Für Kunden vor Ort – eine niedrige dreistellige Zahl – organisiere man bei Bedarf vorgezogene Rückreisen.
Tui hat laut „fvw.de“ alle Anreisen bis Ende April abgesagt – ab Mai hat Europas größter Reisekonzern Kuba erst mal nicht mehr regulär in seinem Programm.
Urlaub in Kuba sei weiterhin möglich, aber anders, sagt Wilson Cardozo vom Spezialreiseveranstalter Aventura gegenüber „fvw.de“: „Der Tourismus, wie wir ihn vorher kannten, ist in der Form nicht einfach so umzusetzen.“ Anstatt individueller Reisen böten sich jetzt Reisen mit einem Guide an. In dieser Form seien Reisen durchaus umzusetzen, gerade im Westen des Landes. Er betont aber, es sei wichtig, sich genau zu informieren und dann zu entscheiden.
