Sensation in der Schweiz

Aufsteiger krönt sich erstmals zum Meister

03.05.2026 – 17:35 UhrLesedauer: 1 Min.

Die Spieler des FC Thun feiern: Der Klub ist sensationell Schweizer Meister geworden. (Quelle: IMAGO/Amiir Amedjoua/imago)

Erst im vergangenen Jahr war der FC Thun in der Schweiz in die erste Liga zurückgekehrt. Jetzt ist der Klub erstmals in seiner Geschichte Meister.

Die Sensation ist perfekt: Als Aufsteiger hat der FC Thun die Schweizer Meisterschaft gewonnen – zum ersten Mal in der 128-jährigen Geschichte des Klubs. Zwar verlor das Team von Trainer Mauro Lustrinelli am Samstag mit 1:3 in Basel. Doch der FC Sion leistete am Sonntag Schützenhilfe und besiegte den schärfsten Titelrivalen FC St. Gallen mit 3:0. Drei Spieltage vor Schluss ist Thun damit nicht mehr von der Tabellenspitze zu verdrängen.

Der Klub aus dem Kanton Bern war erst 2025 nach fünf Jahren Zweitklassigkeit ins Schweizer Oberhaus zurückgekehrt. Eine Meisterprämie wurde nicht ausgehandelt. Präsident Andres Gerber sagte: „Wir dachten, es wäre schon unverschämt, ein Ziel unter den ersten Sechs zu definieren.“

Die Vereinsgeschichte war bislang von Rückschlägen geprägt. 2007 waren beispielsweise mehrere Spieler in einen Sexskandal verwickelt, 2016 stand der Klub kurz vor dem Konkurs. Seither sammelt der von Fans geführte Verein „Härzbluet“ jedes Jahr Spenden – umgerechnet bereits 1,6 Millionen Euro.

Ein ähnlicher Erfolg wie Thun war in Deutschland einst dem 1. FC Kaiserslautern gelungen. Unter Trainer Otto Rehhagel wurde der Bundesliga-Aufsteiger 1998 deutscher Meister.

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