Werder vor Neuanfang?

Ende einer Krisensaison: So geht es mit Fritz weiter

24.05.2026 – 13:49 UhrLesedauer: 1 Min.

Sportchef Clemens Fritz: Werders Saison zum Vergessen hat für den Sportchef erst einmal wohl keine Konsequenzen. (Quelle: IMAGO/osnapix / Michael Titgemeyer/imago)

Mit 9:0 Stimmen hat der Aufsichtsrat Clemens Fritz als Sport-Geschäftsführer bestätigt. Zugleich benennt das Gremium Fehler in Kaderplanung und Transferpolitik.

Der Aufsichtsrat von Werder Bremen hat sich nach einer Saisonanalyse mit 9:0 Stimmen für eine weitere Zusammenarbeit mit Clemens Fritz ausgesprochen. Der 45-jährige Ex-Nationalspieler bleibt Sport-Geschäftsführer beim Bundesligisten – nach einer Saison, in der Werder als Tabellen-15. mit 32 Punkten knapp an der Abstiegs-Relegation vorbeischrammte.

Die Bestätigung fällt nicht ohne Vorbehalt aus. In seiner Stellungnahme schreibt der Aufsichtsrat: „Es wurden Fehler in der sportlichen Planung und Umsetzung gemacht, zudem gab es in Teilen Fehleinschätzungen bei der Transferpolitik. Auch der gewünschte Effekt des Trainerwechsels im Sommer zu Horst Steffen ist leider nicht eingetreten.“ Für die kommende Saison erwartet das Gremium laut Stellungnahme „eine stabile Entwicklung, Konstanz und offensive Durchschlagskraft“.

Werders Saison zum Vergessen: Hier hakte es besonders

Kritik hatte es vor allem an der Kaderplanung des vergangenen Sommers gegeben: Der verpflichtete Mittelstürmer Victor Boniface blieb hinter den Erwartungen zurück, sieben der acht Neuzugänge wurden lediglich ausgeliehen.

Parallel laufen Bemühungen um Transfereinnahmen. Torwart Mio Backhaus wurde nach Vereinsangaben für mehr als zehn Millionen Euro an den SC Freiburg verkauft. Ob auch Transfers von Jens Stage und Abwehrspieler Karim Coulibaly weitere Einnahmen bringen, ist offen.

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