Erst Krebsdiagnose, dann Babyglück

Aufregende Tage für norwegische Biathlon-Familie


19.03.2026 – 09:49 UhrLesedauer: 2 Min.

Sverre Olsbü Röiseland: Bereits während den Olympischen Spielen hatte er Symptome. (Quelle: IMAGO/BEAUTIFUL SPORTS/Nils Koepke)

Nach den Olympischen Spielen erlebte Sverre Olsbu Røiseland einen Schock: Beim Trainer der deutschen Biathletinnen wurde Krebs diagnostiziert. Inzwischen gibt es für ihn und seine Frau jedoch erfreulichere Nachrichten.

Im Leben liegen niederschmetternde und erfreuliche Nachrichten oft nah beieinander. So auch bei Sverre Olsbu Røiseland, dem Co-Trainer der deutschen Biathletinnen, und seiner Frau, der ehemaligen norwegischen Biathletin Marte Olsbu Røiseland.

Kurz nach den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina erhielt Sverre Olsbu Røiseland die schockierende Diagnose: Hodenkrebs. Die Erkrankung wurde bei einer Ultraschalluntersuchung festgestellt, eine Operation folgte umgehend.

„Man denkt, so etwas passiert einem selbst oder den Liebsten nie. Deshalb war es absolut furchtbar. Es war die schlimmste Nachricht, die man bekommen kann. Und ich glaube, diese Wochen waren wirklich schrecklich“, sagte Ehefrau Marte Olsbu Røiseland dem norwegischen TV-Sender NRK. Ein Schock für die dreifache Olympiasiegerin und 13-fache Weltmeisterin.

Doch der Co-Trainer vom deutschen Cheftrainer Kristian Mehringer hatte Glück: Die Krankheit hatte sich im Körper noch nicht ausgebreitet. Als er diese Nachricht bekommen habe, sei es für ihn ein „wundervolles“ Gefühl gewesen.

Ein kurioser Moment: Marte Olsbu Røiseland, die ihre Karriere 2023 beendet hat, hatte am selben Tag auch einen Ultraschalltermin – allerdings aus einem nicht vergleichbaren, viel schöneren Grund: Sie ist zum zweiten Mal schwanger.

„Es war etwas ganz Besonderes, so glücklich und gleichzeitig traurig zu sein. Doch jetzt gibt es nur noch Freude. Es ist sehr schön“, sagte Marte Olsbu Røiseland. Ehemann Sverre nahm am vergangenen Wochenende nur vier Tage nach seiner Operation wieder in seiner Rolle als DSV-Co-Trainer am Weltcup in Estland teil.

Hinsichtlich seiner weiteren Versorgung ist der Disziplintrainer der deutschen Mannschaft zuversichtlich: „Ich habe nach der Operation noch nicht viele Informationen erhalten. Zuerst werden die Art und die Aggressivität des Krebses analysiert. Dann wird über die weitere Behandlung entschieden, ob weitere Therapien, Chemotherapie oder andere Maßnahmen nötig sind, soweit ich das verstanden habe. Und dann sehen wir weiter.“

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