Gefährliche Fahrmanöver

Lichthupe und Ausbremsen: So erstatten Sie Anzeige


Aktualisiert am 02.03.2026 – 13:57 UhrLesedauer: 2 Min.

Aggression hinter dem Steuer: Wer drängelt, schneidet oder ausbremst, begeht nicht nur eine Unhöflichkeit, sondern eine Straftat. (Quelle: imago stock&people)

Wenn andere durchdrehen, hilft ein kühler Kopf. So dokumentieren Sie den Vorfall, erstatten Anzeige – und werden nicht selbst zum Täter.

Dichtes Auffahren, Lichthupe oder eine Beleidigung an der Ampel – aggressive Autofahrer sind keine Einzelfälle. Im Gegenteil: Die Zahl solcher Übergriffe nimmt zu. Laut aktueller Kriminalstatistik wurden im vergangenen Jahr mehr als 37.000 Fälle von Nötigung im Straßenverkehr registriert – 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Das berichtet der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR).

Der DVR nennt mehrere Gründe: Stau, Enge, Zeitdruck – viele Autofahrer sind überfordert und reagieren gereizt. Besonders häufig kommt es im Berufsverkehr zu Unfällen. Hinzu kommt ein psychologisches Phänomen: Frust wird externalisiert. Wer sich ärgert, macht andere dafür verantwortlich – und verhält sich im Straßenverkehr entsprechend rücksichtslos.

Oft bekommen Helfer und Dienstleister die Wut der Autofahrer ab. DVR-Präsident Manfred Wirsch mahnt: „Wer auf der Straße arbeitet, hält den Verkehr nicht auf, sondern am Laufen.“ Gemeint sind Bauarbeiter, Entsorger, Lieferdienste und Rettungskräfte. Sie verdienen Respekt, keine Lichthupe.

Nötigung ist eine Straftat – und kann mit Geldstrafe oder Freiheitsentzug bestraft werden.

Wichtig: Es reicht nicht, nur das Kennzeichen anzugeben. Der Täter muss identifiziert werden – sonst steht Aussage gegen Aussage. Fotos oder Videos können helfen, dürfen aber nicht heimlich gemacht und weitergegeben werden. Sonst droht ein Bußgeld wegen Verstoßes gegen den Datenschutz.

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