Achtung bei diesen Modellen
Die 100.000-Kilometer-Lüge beim Autokauf
25.02.2026 – 12:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Glänzender Lack, manipulierte Technik: Wer einen gebrauchten Wagen der Oberklasse kauft, wird oft zu einem Betrugsopfer. Eine Datenanalyse entlarvt die betroffenen Modelle und die Dreistigkeit der Täter.
Wer einen gebrauchten Audi A8 oder einen BMW X6 kauft, bezahlt für Prestige – und oft für eine Illusion. Eine Analyse des IT-Dienstleisters Carvertical deckt die kriminelle Energie auf dem deutschen Gebrauchtwagenmarkt auf: Bei manchen Luxusmodellen verschwinden im Schnitt fast 100.000 Kilometer vom Tacho, bevor sie beim Händler landen.
Besonders perfide: Während der Käufer glaubt, einen Langstreckenläufer im besten Alter zu erwerben, steht er in Wahrheit vor einem Wrack, dessen Verschleißgrenze längst überschritten ist. Das sind die Modelle mit der höchsten Betrugsquote.
Die Liste der Kilometer-Korrekturen ist ein Katalog der deutschen Automobil-Elite.
Das Ausmaß der Manipulationen kennt kaum Grenzen. Wer einen BMW X6 gebraucht kauft, riskiert im Schnitt eine Rücksetzung von 95.263 Kilometern. Beim Porsche Cayenne verschwinden im Durchschnitt mehr als 91.000 Kilometer vom Display.
Selbst bei Modellen mit geringeren Abweichungen wie dem Opel Insignia werden im Mittel noch über 31.000 Kilometer zurückgedreht. Das Ziel ist immer gleich: Ein künstlich verjüngtes Auto lässt sich teurer verkaufen. Außerdem zahlt der Käufer später die Rechnung für den verschwiegenen Verschleiß.
Vertrauen ist beim Gebrauchtwagenkauf ein teurer Luxus. Wer das finanzielle Risiko senken will, sollte vor dem Kauf eine unabhängige Historienprüfung durchführen lassen oder die Daten in offiziellen Registern und bei Behörden hinterfragen. Ein Blick in das Scheckheft allein reicht längst nicht mehr aus.
