Drei Tage Einschränkungen
Streik-Chaos in Hamburg – welche Busse und Bahnen ausfallen
17.02.2026 – 14:13 UhrLesedauer: 2 Min.
Erst die Busse, dann die Bahnen: Der aktuelle Verdi-Streik ist für Hamburgs Pendler eine Belastungsprobe. Eine Übersicht, wann welche Verkehrsmittel ausfallen.
Die Gewerkschaft Verdi mutet den Hamburgern derzeit eine Menge zu: Um die Tarifeinigung zu befeuern, legen sie aktuell Bus- und Bahn-Verkehr in Häppchen lahm. Da fällt es schwer, den Überblick zu behalten.
Der Dienstag war vor allem für Hamburgs Busfahrer ein Ärgernis. Viele Buslinien wurden gar nicht befahren. Dazu zählen die Linien 6, 18, 19, 20, 30, 111, 115, 170, 172, 174, 176, 177, 179, 181, 183, 214, 218, 270, 276, 277, 292, 375, 391, 603, 606, 607, 613, 616, 617, 624 und der X86. Auf vielen weiteren Strecken kam es zu Einschränkungen, berichtet der „NDR“. Der Streik auf diesen Linien hält noch bis in die Nacht an.
Die Gewerkschaft kündigte an, dass die „Wellenstreiks“ so gestaltet sind, dass sie die Fahrgäste möglichst wenig beeinträchtigen sollen. Der Streik startete planmäßig am Dienstag um 3 Uhr morgens. Betroffen von dem Warnstreik am Dienstag sind die Betriebshöfe in Alsterdorf, Hummelsbüttel und Langenfelde.
Nun steht der nächste Streik bevor: Am Mittwoch werden die U-Bahnen, die Busse der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) im Osten Hamburgs sowie Hochbahn-Busse südlich der Elbe bestreikt. Wie die Hochbahn mitteilt, betrifft der Streik sämtliche vier U-Bahn-Linien. Am Tag des Streiks wird geprüft, ob ein eingeschränktes Grundangebot auf den U-Bahn-Linien bereitgestellt werden kann.
Neben den U-Bahnen werden auch Busse der VHH im Hamburger Osten und Hochbahn-Busse südlich der Elbe bestreikt. Folgende Buslinien sollen nach aktuellen Mitteilungen am Mittwoch nicht fahren: 13, 40, 42, 140, 141, 143, 145, 146, 150, 151, 152, 153, 154, 156, 157, 241, 245, 250, 251, 254, 340, 345, 349, 350, 351, 354, 355, 443, 450, 451, 543, 640, 641, X40, X46. Auf den Linien 43, 155 und 554 kommt es zu Einschränkungen. Auch hier gelten die Ausfälle bis 3 Uhr nachts des Folgetags.
Die Gewerkschaft stellt Forderungen nach einer Reduzierung der Arbeitszeit auf 35 Stunden pro Woche sowie nach einem Urlaubsgeld, das einem halben Monatslohn entsprechen soll. Die Hochbahn kritisiert die Streikpläne der Gewerkschaft. „Wir haben uns mit Verdi auf einen konkreten Verhandlungsfahrplan verständigt. Ein Streik vorher ist unnötig und nicht konstruktiv“, so Hochbahn-Arbeitsdirektorin Saskia Heidenberger. Die Gespräche zwischen den Tarifparteien werden am 26. Februar fortgesetzt.
Um den Druck hochzuhalten, behält sich Verdi weitere Streikpläne noch für den Donnerstag vor. „Welche Bereiche bei der Hochbahn am 19. Februar betroffen sein werden, hat die Gewerkschaft noch nicht mitgeteilt. Wir informieren, sobald Genaueres bekannt ist“, heißt es beim HVV.
