Tipps für die Gartenarbeit
Rhododendrendünger: Auch für andere Pflanzen geeignet
Aktualisiert am 23.02.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Rhododendrondünger ist nicht nur für Rhododendren geeignet. Welche anderen Pflanzen von ihm profitieren können, zeigt der folgende Artikel.
Wenn auf der Flasche Rhododendrondünger steht, eignet er sich nur dafür, oder? Ein Irrtum, dem viele Hobbygärtner erliegen. Tatsächlich kann der Dünger auch für eine Vielzahl anderer Pflanzen genutzt werden, denn seine Eigenschaften sind wertvoll.
Bei Rhododendrondünger handelt es sich um einen Spezialdünger für alle Moorbeetpflanzen. Sie benötigen einen sauren Boden mit einem pH-Wert von 4 bis 5,5 und Nährstoffe in leicht verfügbarer Form. Typische NPK-Verhältnisse liegen bei 5-3-5 bis maximal 7-4-8. N steht dabei für Stickstoff, P für Phosphor und K für Kalium.
Zusätzlich sind Spurenelemente wie Eisen, Magnesium, Mangan, Kupfer, Bor und Zink enthalten. Viele Varianten sind der Natur zuliebe organisch-mineralisch mit Guano oder Federmehl angereichert, um eine besonders lange Wirkung zu erzielen.
Der Rhododendron selbst profitiert nicht nur von Spezialdüngern, sondern auch von einer zusätzlichen Gabe Kaffeesatz. Hier sind nahezu alle wichtigen Nährstoffe enthalten, außerdem säuert Kaffeesatz den Boden leicht an.
Alle Pflanzen mit säureliebenden Wurzeln profitieren von Rhododendrondüngern. Dazu gehören beispielsweise Azaleen und Hortensien mit blauer Blüte, aber auch Heidelbeeren und Preiselbeeren. Im Kübel oder Beet reicht es aus, ein bis zweimal pro Jahr damit zu düngen, idealerweise zwischen März und Juni.
Ungeeignet ist Rhododendrondünger für alle kalkliebenden Pflanzen. Dazu gehören unter anderem Eibe, Stockrose, Lavendel, Clematis und klassische Rosen. Der saure pH-Wert führt zu einer Nährstoffblockade und kann gelbe Blätter auslösen. Die Pflanzen können Magnesium und Kalzium nicht mehr aufnehmen, was das Wachstum hemmt und die Wurzeln schwächt.
Auch Nadelgehölze wie Thuja vertragen diese Art von Dünger schlecht, weil sie einen leicht alkalischen Boden benötigen. Durch eine hohe Eisen- und Stickstoffdosis werden die Wurzeln belastet.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass Moorbeetpflanzen mit einem sauren pH-Bedarf im Boden profitieren, während alle anderen Pflanzen keinen Rhododendrondünger vertragen.










