Die neue Regel kommt
Abgasnorm Euro 7: Was Autofahrer jetzt wissen müssen
27.02.2026 – 07:00 UhrLesedauer: 2 Min.
Strengere Grenzwerte, neue Technik, harte Fristen: Euro 7 betrifft jeden Autofahrer – sogar Besitzer von E-Autos. Wer jetzt einen Neuwagen kauft, sollte die neuen Regeln kennen. Welche Termine wichtig sind und was jetzt für Dieselfahrer gilt.
Der Autokauf wird anspruchsvoller. Mit der neuen Abgasnorm Euro 7 verschärft die EU die Regeln. Sie umfassen längst nicht nur Abgase. Die Norm prüft das gesamte Fahrzeug – vom Reifenabrieb bis zur Haltbarkeit der Batterie.
Die neue Norm entscheidet künftig über den Wiederverkaufswert von Neuwagen. Wer ein Auto mit Euro 7 kauft, bleibt langfristig vor möglichen Fahrverboten geschützt. Offizielle Zulassungen starten jedoch erst Ende 2026. Bis dahin passen die Hersteller ihre Modelle technisch an. Die strengeren Regeln könnten Autos teurer machen oder das Angebot einschränken.
Besitzer älterer Autos müssen sich keine Sorgen machen. Euro 7 gilt ausschließlich für Neuzulassungen. Wer einen Diesel oder Benziner mit der Norm Euro 4, 5 oder 6 fährt, genießt Bestandsschutz. Die EU wird sie nicht vom Markt nehmen. Ein hektischer Verkauf des alten Autos ist also unnötig.
Bisher drehten sich Euronormen fast nur um Abgase. Euro 7 ändert das. Erstmals regelt die EU den Feinstaub von Bremsen und Reifen. Damit müssen künftig auch Elektroautos Grenzwerte einhalten. Ein digitales Kontrollsystem (OBM) überprüft die Werte im Alltag; reine Laborwerte reichen nicht mehr aus.
Hersteller müssen künftig garantieren, dass ihre Autos lange halten. Die Abgasreinigung muss acht Jahre oder 160.000 Kilometer lang sauber bleiben. Für E-Auto-Batterien gilt: Nach acht Jahren müssen sie noch mindestens 72 Prozent ihrer Kapazität besitzen. Das schützt Käufer vor einem frühen Wertverlust.
Welche Norm Ihr aktuelles Auto erfüllt, verrät ein Blick in den Fahrzeugschein: Die Antwort steht in den Feldern V.9 oder 14.1.
