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Home » Astronomen beobachten Entstehung eines neuen Sonnensystems
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Astronomen beobachten Entstehung eines neuen Sonnensystems

MitarbeiterBy MitarbeiterMärz 24, 2026
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Astronomen beobachten Entstehung eines neuen Sonnensystems

Beeindruckende Entdeckung

Entsteht hier gerade ein neues Sonnensystem?


24.03.2026 – 14:13 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Die Aufnahme zeigt die beiden Planeten Wispit 2b und Wispit 2c bei ihrer Entstehung. (Quelle: ESA)

Um den Stern Wispit 2 wachsen gerade zwei Gasriesen heran. Hinweise deuten darauf hin, dass sich dort noch ein dritter Planet verbirgt.

Astronomen haben zwei Planeten entdeckt, die sich gerade in einer Scheibe aus Gas und Staub um einen jungen Stern formen. Die Beobachtungen liefern seltene Einblicke in die Entstehung eines Planetensystems. Es ist erst das zweite bekannte System, in dem zwei Planeten direkt während ihrer Entstehung nachgewiesen wurden.

Der Stern trägt den Namen Wispit 2. Um ihn herum liegt eine ausgedehnte sogenannte protoplanetare Scheibe mit auffälligen Ringen und Lücken. Diese Strukturen gelten als Hinweise darauf, dass sich dort Planeten bilden. Laut der Studie, die im Fachjournal „The Astrophysical Journal Letters“ erscheint, könnte das System unserem eigenen Sonnensystem in einem frühen Stadium ähneln. „Wispit 2 bietet uns den bislang besten Einblick in unsere eigene Vergangenheit“, so Chloe Lawlor, Doktorandin an der University of Galway, Irland, und Hauptautorin der Studie.

Einer der beiden Planeten – Wispit 2b – war bereits im vergangenen Jahr entdeckt worden. Er ist etwa fünfmal so massereich wie Jupiter und kreist in großer Entfernung um den Stern. Der zweite Planet, Wispit 2c, wurde nun als solcher bestätigt. Er befindet sich deutlich näher am Stern und ist sogar doppelt so massereich wie sein Nachbar.

Beide Objekte sind Gasriesen und liegen jeweils in Lücken innerhalb der Scheibe. Diese entstehen, wenn wachsende Planeten Material aus ihrer Umgebung anziehen und so Bereiche freiräumen. Um die Planeten herum bleiben Staubringe zurück.

Die Forscher nutzten für ihre Beobachtungen unter anderem das Very Large Telescope (VLT) und das VLT-Interferometer (VLTI) der ESO. Spezielle Instrumente ermöglichten es, den zweiten Planeten eindeutig zu identifizieren und genauer zu untersuchen. Neben den beiden bekannten Planeten fanden die Wissenschaftler noch eine weitere Lücke in der Scheibe. „Wir vermuten, dass ein dritter Planet diese Lücke freiräumt“, wie Lawlor erklärt.

Künftige Beobachtungen, etwa mit dem geplanten Extremely Large Telescope (ELT), sollen klären, ob sich dort tatsächlich ein weiterer Planet verbirgt und wie sich ein solches System weiterentwickelt.

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