Es geht um über eine Milliarde Euro

Klub-Boss wegen intimer Bilder erpresst


Aktualisiert am 12.05.2026 – 11:14 UhrLesedauer: 2 Min.

Aston-Villa-Besitzer Wesley Edens (l.) und Trainer Unai Emery: Gemeinsam stehen sie im Finale der Europa League. (Quelle: IMAGO/Richard Lee/Shutterstock/imago)

Erst lernt Wesley Edens eine Frau auf einer Internetplattform kennen und verabredet sich mehrfach mit ihr. Dann erpresst sie ihn plötzlich mit intimen Fotos.

Wesley Edens, Besitzer des Profifußballvereins Aston Villa, wurde von einer Geschäftsfrau mit intimen Bildern erpresst. Das berichten das „Wall Street Journal“ und die „New York Post“. Die Chinesin Changli Luo, Gründerin der Non-Profit-Organisation „One World Initiative Advocacy“, und der Amerikaner hatten sich zunächst über die Karriereplattform LinkedIn kennengelernt und ein Treffen vereinbart.

Nach der dritten Verabredung soll es zum einvernehmlichen Geschlechtsverkehr im Apartment von Luo in Manhattan gekommen sein. Zu diesem Zeitpunkt sollen beide bereits von ihren jeweiligen Ehepartnern getrennt gewesen sein.

Für Edens soll es ein One-Night-Stand gewesen sein, Luo gestand ihm danach in einem emotionalen Brief ihre Liebe. Im Anschluss folgte laut der Staatsanwaltschaft von New York eine Erpressungskampagne mit intimen Bildern aus der Wohnung von Luo. Zunächst verlangte sie eine Zahlung von 7,5 Millionen US-Dollar (6,38 Millionen Euro), wovon eine Million US-Dollar vorab gezahlt werden sollte.

Erste Einigung per Videocall

Diese Einigung wurde per Videocall und vor einem ehemaligen Richter erzielt. Allerdings hielt sie nicht lange. Als Luo an der sexuell übertragbaren Krankheit HPV erkrankte, machte sie den Besitzer von Aston Villa und den Milwaukee Bucks aus der NBA dafür verantwortlich.

Daraufhin erhöhte sich ihre Forderung auf die Hälfte des Vermögens von Edens. Das soll rund 2,5 Milliarden Dollar (2,13 Milliarden Euro) betragen. Luo wollte demnach über eine Milliarde Euro.

Danach schaltete Edens das FBI ein. Die Wohnung von Luo wurde untersucht, zwei Handys wurden gefunden. Auf diesen befanden sich Bilder, auf denen sie per Fotobearbeitung Edens Kopf auf den Körper eines anderen Mannes montiert hatte. In der Folge wurde Luo festgenommen, kam nach der Bezahlung einer Kaution über 500.000 Euro aber wieder auf freien Fuß. Wann es nun zum Prozess kommt, ist noch nicht festgelegt.

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