Invasive Art in Urlaubsregion

Asiatische Hornisse erstmals auf den Kanarischen Inseln entdeckt


23.05.2026 – 10:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Asiatische Hornisse (Symbolbild): Sie ist eine Gefahr für andere Insekten. (Quelle: IMAGO/Geyres Christophe/ABACA/imago-images-bilder)

Die hochinvasive Asiatische Hornisse hat jetzt auch die Kanarischen Inseln erreicht. In der Inselhauptstadt Las Palmas wurde ein Nest mit 93 Tieren entdeckt.

Das europäische Festland hat die Asiatische Hornisse längst erreicht. Seit Jahren breitet sich das Insekt immer weiter aus. Auch in Deutschland werden immer häufiger in Regionen Nester der invasiven Art entdeckt.

Jetzt wurde das Tier auch auf den Kanarischen Inseln zum ersten Mal gesichtet. Wie die englischsprachige Zeitung „Canarian Weekly“ berichtet, habe die Regierung dort bestätigt, dass es sich bei einem von der Feuerwehr entfernten Nest um das der Asiatischen Hornisse gehandelt habe.

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Das Nest sei in der Inselhauptstadt Las Palmas entdeckt worden und habe 93 Exemplare der Hornissenart enthalten, heißt es in dem Bericht. Nach der Entdeckung hätten die Behörden in nahegelegenen Parks und im Hafengebiet Fallen aufgestellt, um festzustellen, ob weitere bislang unentdeckte Nester existieren.

Früherkennung soll Ausbreitung stoppen

Die Behörden der Urlaubsinseln hoffen laut „Canarian Weekly“, dass eine Früherkennung dazu beitragen kann, die Ausbreitung der Art zu verhindern. Die Asiatische Hornisse könne andernfalls zur Bedrohung für Honigbienen und andere bestäubende Insekten in der Region werden.

Die Regierung habe auch die Öffentlichkeit gebeten, wachsam zu bleiben und mögliche Sichtungen zu melden, heißt es weiter. Diese könnten telefonisch unter der Nummer 112 oder per WhatsApp mit Fotos oder Videos an die Redexos-Nummer 646 601 457 gemeldet werden. Redexos ist das Frühwarnnetzwerk der Kanarischen Inseln zur Überwachung invasiver exotischer Arten.

Kanarische Inseln

Die Kanarischen Inseln sind eine zu Spanien gehörende Inselgruppe im Atlantik vor der Nordwestküste Afrikas. Zu dem Archipel gehören unter anderem Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura. Die Inseln sind wegen ihres milden Klimas eines der beliebtesten Urlaubsziele Europas. Hauptstadtregionen sind Las Palmas de Gran Canaria und Santa Cruz de Tenerife.

Auf keinen Fall sollte versucht werden, die Insekten selbst zu töten oder zu stören. Obwohl Asiatische Hornissen normalerweise nicht aggressiv sind, warnen Experten wiederholt davor, dass ein Stich der Insekten schmerzhafter sei als der von gewöhnlichen Wespen. Personen mit einer Allergie gegen Bienen- oder Wespenstiche seien am stärksten gefährdet.

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Auffällige Merkmale: dunkler Körper, gelbe Beine

Die Asiatische Hornisse ist deutlich größer als die auf den Kanarischen Inseln üblicherweise vorkommenden Wespenarten. Sie erreicht eine Länge von bis zu drei Zentimetern. Erkennbar ist das Insekt zudem an ihrem dunklen Körper, den gelben Beinen und dem markanten gelb-orangen Streifen am Hinterleib.

Die Kanaren gehören zu Spanien. Dort breitet sich die Asiatische Hornisse seit 2010 immer weiter aus. Auch in Italien, der Schweiz, Belgien und den Niederlanden gibt es in den vergangenen Jahren immer mehr Nachweise der invasiven Art.

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