Viele Rückrufe in vergangenen Wochen

Asbest in Spielzeug: Wie können Eltern die Gefahr erkennen?

12.03.2026 – 11:00 UhrLesedauer: 2 Min.

Kinder kneten mit Spielsand: Zuletzt wurden einige dieser Sandprodukte mit dem Herkunftsort China zurückgerufen. (Quelle: IMAGO/Ok Shu)

Spielzeug mit Asbest gelangt trotz strenger EU-Regeln immer wieder in den Handel. Ein Experte erklärt, wie das möglich ist – und wie Eltern sich schützen können.

In den vergangenen Wochen jagte ein Rückruf wegen Asbest den nächsten. Egal, ob Woolworth, Action oder Aldi, jedes Mal waren Spielsandprodukte oder mit Schaumstoff gefüllte Plastikfiguren aus China getestet und überführt worden. Asbest ist ein krebserregender Stoff. Wie kann er überhaupt in Spielsachen nach Europa gelangen und woran können Eltern sicheres Spielzeug erkennen?

Eigentlich gelten für Spielzeug in der Europäischen Union strenge Regeln. Trotzdem gelangen immer wieder Produkte in den Handel, bei denen Sicherheitsanforderungen nicht vollständig erfüllt sind. Besonders im Onlinehandel wird die Kontrolle kompliziert.

„Das CE-Zeichen ist zunächst nur die rechtliche Eintrittskarte in den europäischen Markt – kein Qualitätssiegel“, sagt Steven Baumgärtner, Gründer des Werbeartikelhandels cyber-Wear t-online. Der Unternehmer beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit internationalen Lieferketten und Produktsicherheit. Seiner Erfahrung nach erschwert auch der globale Onlinehandel die Kontrolle.

Rechtlich haftet in der EU eigentlich der Importeur, der die Ware in den europäischen Markt einführt. Doch bei Direktbestellungen aus Drittstaaten ist oft unklar, wer diese Rolle übernimmt. „Beim Direktversand aus China lässt sich der verantwortliche Importeur nicht immer eindeutig identifizieren“, erklärt Baumgärtner. „Damit entsteht eine Grauzone bei der Verantwortung.“

Ganz ohne Orientierung sind Eltern beim Spielzeugkauf dennoch nicht. Einige einfache Hinweise können helfen, Risiken zu verringern.

Wer ganz sichergehen möchte, kann zudem kurz online recherchieren. Einfach den Produktnamen und das Geschäft, in dem es gekauft wurde, googeln. Rückrufdatenbanken von Behörden oder Verbraucherportalen informieren regelmäßig über problematische Produkte.

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