Argentinien-Banner empört Briten

„Das Getöse eines bankrotten und korrupten Staates“


Aktualisiert am 16.07.2026 – 12:29 UhrLesedauer: 2 Min.

Argentiniens Nationalspieler feiern mit einem kontroversen Banner. (Quelle: IMAGO/MB Media/imago)

Nach dem Triumph im WM-Halbfinale präsentieren die argentinischen Fans ein kontroverses Banner. In der Heimat stößt das auf großen Zuspruch, in Großbritannien hingegen reagierete man empört.

In einem denkwürdigen Halbfinale hat sich Argentinien am Mittwochabend dank zweier später Treffer mit 2:1 gegen England durchgesetzt und damit das zweite WM-Endspiel in Folge erreicht. Nach dem Spiel stand aber nicht nur die sportliche Leistung im Fokus, sondern auch ein Banner, das die Südamerikaner beim Feiern auf dem Platz präsentierten.

„Las Malvinas son argentinas“ („Die Malwinen sind argentinisch“) war in dunkler Schrift auf einem weißen Laken zu lesen. Das Plakat verkündete also, Argentinien habe einen Besitzanspruch auf die Falklandinseln. Es ist ein politisches Statement, das Konsequenzen haben könnte, denn die Fifa verbietet solche Botschaften. Fans durften Plakate mit politischen Aussagen beim Halbfinale nicht mit auf die Ränge bringen.

Umso erfreuter zeigte sich die argentinische Öffentlichkeit über das Zeichen ihrer Nationalmannschaft. Victoria Villarruel, Argentiniens Vizepräsidentin, schrieb bei X: „Die Malwinen gehören zu Argentinien! Man hat uns verboten, sie ins Stadion mitzunehmen, aber dabei vergessen, dass wir sie in unserem Blut und in unserem Herzen tragen.“

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Quelle: MagentaTV

Omar De Felippe, Kriegsveteran und Fußballtrainer, bedankte sich bei den Nationalspielern, „dass sie uns eine riesige Freude und eine unermessliche Beruhigung der Seele geschenkt haben. Der Sport verändert nie die Geschichte, aber manchmal hilft er, Emotionen zu heilen, die noch sehr lebendig sind“.

Auch Argentiniens Profis äußerten sich nach dem Schlusspfiff. „Und sie werden immer argentinisch sein“, antwortete Leandro Paredes auf eine Frage zum Plakat. Lisandro Martínez erklärte die Aktion: „Wir konnten unsere Leute nicht im Stich lassen.“

Briten fordern Konsequenzen für das Banner

In Großbritannien wiederum löste das Banner große Empörung aus. Peter Kyle, britischer Wirtschafts- und Handelsminister, schimpfte laut „Independent“: „Natürlich ist das völlig unangemessen. Politik sollte aus dem Fußball herausgehalten werden. Das ist ein ganz klarer Grundsatz der Weltmeisterschaft. Wir erwarten, dass die Fifa diesbezüglich eine Untersuchung einleitet.“

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