Welche Sendungen sind betroffen?
ARD-Sender muss mehr sparen als gedacht
17.03.2026 – 14:56 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Öffentlich-Rechtlichen müssen sparen. Doch offenbar ist eine der ARD-Anstalten stärker betroffen. Der entsprechende Senderchef spricht eine Warnung aus.
Wenn vom MDR die Rede ist, dann sind auch Florian Silbereisen, die Talkshow „Riverboat“, der „Tatort“ aus Dresden oder der Magdeburg-„Polizeiruf“ gemeint. Ob eines dieser Formate künftig dem Rotstift zum Opfer fällt? Jedenfalls nähren die neuesten Verlautbarungen des Senderchefs die Befürchtungen, dass bei der ARD-Anstalt kein Stein auf dem anderen bleibt.
Denn der Mitteldeutsche Rundfunk bereitet weitere Einsparungen in Millionenhöhe vor. Damit reagiert der Sender auf die Empfehlung der unabhängigen Expertenkommission KEF, wonach der monatliche Rundfunkbeitrag ab 2027 auf 18,64 Euro steigen soll. Sollte diese Höhe beschlossen werden, „müssen wir bis Ende 2028 allein als MDR zusätzlich weitere 30 Millionen Euro sparen“, erklärte Intendant Ralf Ludwig im Gespräch mit der „Sächsischen Zeitung“ und der „Leipziger Volkszeitung“. „Käme gar keine Erhöhung, wären es weitere 60 Millionen Euro.“
Derzeit liegt der Rundfunkbeitrag bei 18,36 Euro im Monat pro Haushalt. Im 24. Bericht vom Februar 2024 hatte die KEF eine Anhebung auf 18,94 Euro ab 2025 empfohlen. Weil nicht alle 16 Länder zustimmten, blieb die Erhöhung ganz aus. Deswegen haben ARD und ZDF Verfassungsbeschwerde eingelegt.
Jüngst hatte die KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) nun ihre frühere Empfehlung um 30 Cent gesenkt. Begründet wird das mit höheren Einnahmen, weil sich die Zahl der beitragspflichtigen Wohnungen günstiger entwickelt habe als prognostiziert.
Der MDR habe bereits ein Sparprogramm von 160 Millionen Euro unter der Annahme geschnürt, dass der Beitrag auf 18,94 Euro steige, erklärte Ludwig. Sollte die Beitragserhöhung geringer ausfallen oder ganz ausbleiben, sei eine weitere Sparrunde nötig.
„Wir werden die Menge etwas eingrenzen und Teile der frei werdenden Kapazitäten nutzen, um für das Publikum bleibende Formate zu stärken und neue zu entwickeln“, sagte Ludwig. Generell werde über Einschnitte ins Programm zu reden sein, aber auch über „Einschnitte im Haus“. Die zusätzlich nötigen Sparmaßnahmen werde man laut Ludwig auch im Programm spüren. Inzwischen gehe man dabei „längst ans Eingemachte“, so der MDR-Chef.
Was denken Sie über die Sparpläne beim MDR? Welche Formate sollte der Sender einsparen? Schreiben Sie eine E-Mail an Lesermeinung@stroeer.de. Bitte nutzen Sie den Betreff „MDR“ und begründen Sie.









