Sie übernimmt den Vorsitz

Die neue ARD-Chefin steht fest


Aktualisiert am 30.04.2026 – 12:42 UhrLesedauer: 2 Min.

ARD: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verkündet Neuigkeiten. (Quelle: IMAGO/Thorsten Wagner/imago)

Wechsel in der ARD. Nach Florian Hager wird im kommenden Jahr eine Frau den Vorsitz des Senders übernehmen.

Die ARD hat eine neue Vorsitzende bestimmt: Zum 1. Januar 2027 übernimmt die Intendantin von Radio Bremen, Yvette Gerner, diese Aufgabe vom Intendanten des Hessischen Rundfunks, Florian Hager. Wie die ARD mitteilte, wird Hager dann zum stellvertretenden Vorsitzenden. Er steht seit 2025 an der Spitze der ARD.

Yvette Gerner soll nur für ein Jahr höchste Repräsentantin des öffentlich-rechtlichen Senderverbunds ARD werden. Darauf hätten sich die ARD-Mitglieder bei ihrem Treffen in Bonn verständigt. Anschließend soll der Vorsitz im ARD-Verbund weitergereicht werden, der Norddeutsche Rundfunk halte sich dafür bereit, hieß es in der Mitteilung. Damit würden der Teamgedanke und die Kooperation zwischen den ARD-Häusern weiter gestärkt, das sei auch eine Konsequenz aus den Vorgaben des Reformstaatsvertrags.

Gerner steht seit dem 1. August 2019 an der Spitze von Radio Bremen. Nach Angaben des Senders studierte sie Politikwissenschaften, Germanistik und Slawistik und promovierte an der Universität Heidelberg. Parallel arbeitete sie bereits in der Hauptabteilung Außenpolitik des ZDF, wo sie auch ihr Volontariat absolvierte.

Später übernahm Gerner dort verschiedene Führungsaufgaben, unter anderem als Chefin vom Dienst in der Hauptredaktion Außenpolitik, als stellvertretende Leiterin des ZDF-„Auslandsjournals“ und schließlich als Chefin vom Dienst in der Chefredaktion. In dieser Funktion war sie unter anderem für die Planung der Informationsangebote sowie für die Koordination von Großereignissen wie Wahlen zuständig.

Mit ihrer Wahl übernimmt Gerner eine zentrale Rolle im föderal organisierten Senderverbund. Der ARD-Vorsitz koordiniert die Zusammenarbeit der Landesrundfunkanstalten und vertritt die ARD nach außen. Die Funktion ist vor allem organisatorisch und repräsentativ angelegt, da die einzelnen Sender eigenständig bleiben. „Ich freue mich über das Vertrauen, auf die weiter partnerschaftliche Zusammenarbeit mit dem HR und die weitere Unterstützung aus der ARD im kommenden Jahr“, sagte sie.

Die neun Landesrundfunkanstalten der ARD wechseln sich regelmäßig beim Vorsitz ab. Dafür bestimmt die Mitgliederversammlung jeweils eine Anstalt, die für eine bestimmte Zeit die Geschäftsführung des Verbunds übernimmt. In dieser Phase ist diese Anstalt formal für die ARD verantwortlich.

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