Spritpreise
April war teuerster Tankmonat aller Zeiten
Aktualisiert am 04.05.2026 – 11:45 UhrLesedauer: 2 Min.
Blickt man auf die absoluten Zahlen, waren Kraftstoffe noch nie so teuer wie zuletzt. Doch ein Faktor wird nicht berücksichtigt.
Im April waren sowohl Superbenzin der Sorte E10 als auch Diesel im bundesweiten Monatsdurchschnitt so teuer wie nie zuvor. Das geht aus Daten des ADAC hervor, die die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ausgewertet hat.
E10 kostete im Monatsdurchschnitt rund 2,11 Euro pro Liter. Der bisherige Rekord von 2,07 Euro stammt aus dem März 2022 – kurz nach Beginn des Ukraine-Krieges.
Ein Liter Diesel kostete im Monatsdurchschnitt rund 2,27 Euro. Damit übertraf der Preis den Wert von 2,16 Euro aus dem vergangenen März noch einmal deutlich. Schon dieser hatte über den bisherigen Rekorden aus der Frühphase des Ukraine-Krieges gelegen.
Die günstigsten Tage zum Tanken von Super E10 waren laut dem Portal „Clever Tanken“ im vergangenen Monat Sonntag, der 19. April, und Dienstag, der 21. April. An diesen Tagen kostete der Liter im Bundesdurchschnitt 2,0460 Euro. Diesel war am Mittwoch, dem 22. April, mit 2,1110 Euro am günstigsten. Die höchsten Preise für Super E10 wurden am Sonntag, dem 5., und am Montag, dem 6. April, aufgerufen. An beiden Tagen kostete der Liter im Mittel 2,1840 Euro. Diesel war am Dienstag, dem 7. April, mit 2,4360 Euro am teuersten.
Am günstigsten tankten Fahrer von Benzinern den Kraftstoff Super E10 im April in Stuttgart, gefolgt von Nürnberg und Bonn. Am teuersten war es in Leipzig, dahinter lagen Dresden und Hamburg. Bei Diesel lag Bielefeld vorn, vor Bonn und Stuttgart. Am meisten zahlten Autofahrer hier in Hamburg, gefolgt von Dresden und Hannover.
Der Rekord lässt allerdings die Inflation außer Acht, schließlich steigen auch bei den meisten anderen Gütern die Preise. Rechnet man sie heraus, sind die Kraftstoffkosten zwar hoch, aber keine Rekorde mehr. E10 war in dieser inflationsbereinigten Betrachtung unter anderem weite Teile der Jahre 2011, 2012 und 2022 teurer als im April. Für Diesel gilt das für einen großen Teil des Jahres 2022.










