„Starben grausam“

Rehkitze geschreddert: Anwohner ist fassungslos


Aktualisiert am 02.06.2026 – 17:03 UhrLesedauer: 2 Min.

Ein Rehkitz im Gras (Symbolbild): Das Leben von elf jungen Tieren endete auf tragische Art und Weise. (Quelle: IMAGO/imageBROKER/Manuel Bärtschi/imago)

Er habe den Landwirt noch gewarnt, sagt ein Anwohner – doch offenbar vergeblich. Jetzt sind mehrere tote Rehkitze ein Fall für die Polizei.

In Sachsen sind auf einem Feld mehrere Rehkitze bei Mäharbeiten getötet worden. Eine Polizeisprecherin sagte laut „Sächsische Zeitung“, insgesamt gehe es um elf tote Tiere, die auf einer Wiese in Auerswalde (Landkreis Mittelsachsen) nahe der A4 entdeckt worden waren. Die Beamten ermitteln wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen unbekannt.

Im Gespräch mit RTL und „Bild“-Zeitung erhob Anwohner Nico Haberkorn schwere Vorwürfe gegen einen örtlichen landwirtschaftlichen Betrieb. Er und weitere Anwohner hätten gesehen, dass die Rehkitze in dem hohen Gras Schutz gesucht hätten. Sie hätten den Landwirt gewarnt. Auch während der Mäharbeiten selbst habe er mehrfach auf die Rehkitze hingewiesen – offenbar umsonst. Ein Mitarbeiter habe demnach gesagt, „es sei ihm egal, er macht ja nur seine Arbeit“, so Haberkorn zu RTL. Tier um Tier sei von den Klingen erfasst und geschreddert worden. Die Tiere „starben grausam“, wütete Haberkorn.

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Rehkitze geschreddert: Was die Firma dazu sagt

Die mutmaßlich verantwortliche Firma wollte sich auf Anfrage von RTL nicht vor der Kamera äußern, teilte aber mit, mit einer Anwohnerin sei unmittelbar nach der Aktion ein ausführliches und für beide Seiten aufklärendes Telefonat geführt worden.

Haberkorn hat Strafanzeige gegen den Betrieb gestellt: „Dass so ein großes Unheil, was hier für die Tierwelt entstanden ist, nie wieder passiert“, sagte er.

Rehkitze, aber auch Junghasen und viele Bodenbrüter wie Kiebitz und Feldlerche nutzen die dichten Wiesen als Versteck. Gerade Rehkitze flüchten bei Gefahr nicht, sondern drücken sich ins Gras. So sind sie für die Landwirte auf den Traktoren nur schwer sichtbar. Viele Betriebe nutzen daher Wärmebildkameras, um die Jungtiere rechtzeitig zu erkennen.

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