„Es passt nicht nur zeitlich nichts zusammen“

Block-Verteidiger weisen „Olgas“ Aussagen zurück

12.06.2026 – 16:46 UhrLesedauer: 2 Min.

Christina Block vor Gericht: Ihre Anwälte weisen Vorwürfe zurück. (Quelle: Georg Wendt/dpa)

Im Block-Prozess haben mehrere Verteidiger die Aussagen von „Olga“ scharf kritisiert. Demnach gebe es zahlreiche Widersprüche in ihrer Darstellung.

Im Prozess um die Entführung der Kinder von Christina Block haben die Verteidiger der Hauptangeklagten zentrale Aussagen der Zeugin Keren T., auch bekannt als „Olga“, zurückgewiesen. Vieles an ihrer Darstellung passe nicht zusammen, erklärten die Anwälte am 55. Verhandlungstag vor dem Landgericht Hamburg.

„Frau Block wusste nichts von dem, was geschehen wird“, sagte Ingo Bott, der Christina Block vertritt. Er bestritt erneut, dass es kurz vor der Tat ein Treffen zwischen seiner Mandantin und mutmaßlichen Entführern in einem Hamburger Hotel gegeben habe. „Es passt nicht nur zeitlich nichts zusammen“, sagte Bott. „Es gab keinen Frau Block bekannten Tatplan.“

Block-Prozess: „Exzess der israelischen Beschuldigten“

Auch der Verteidiger des mitangeklagten Familienanwalts Andreas Costard widersprach der Zeugin. „Dr. Costard hat die hier angeklagte Tat nicht beauftragt“, sagte Marko Voß. Sein Mandant habe weder Zeitpunkt noch Ort gekannt. Die mutmaßliche Entführung sei ein „Exzess der israelischen Beschuldigten“ gewesen.

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„Olga“, die laut Anklage als „rechte Hand“ des Chefs einer israelischen Sicherheitsfirma an der Tat beteiligt gewesen sein soll, hatte im Mai an vier Verhandlungstagen ausgesagt. Dabei belastete sie unter anderem Christina Block und berichtete von einem angeblichen Treffen zwischen der Unternehmerin und dem israelischen Team kurz vor der Tat. Genau diese Darstellung wiesen die Verteidiger nun entschieden zurück.

Die Staatsanwaltschaft wirft Christina Block, Costard und weiteren Angeklagten vor, eine israelische Sicherheitsfirma mit der Entführung der beiden jüngsten Kinder vom Wohnort ihres Vaters in Dänemark beauftragt zu haben. Die Angeklagten bestreiten die Vorwürfe. Es gilt die Unschuldsvermutung. Der Prozess wird am Montag fortgesetzt. Dann soll der mutmaßliche Chef der Sicherheitsfirma, David Barkay, seine Aussage fortsetzen.

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