Formel 1 in China
Teenager siegt – Drama um McLaren und Verstappen
Aktualisiert am 15.03.2026 – 10:12 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein 19-Jähriger setzt sich in einem packenden Rennen durch. Schon davor gibt es aber Aufregung. Und ein großer Name muss spät aufgeben.
Kimi Antonelli ist der zweitjüngste Grand-Prix-Sieger in der Historie der Formel 1: Der Mercedes-Pilot gewann am Sonntag den Großen Preis von Shanghai vor seinem Teamkollegen George Russell und Rekord-Weltmeister Lewis Hamilton (Ferrari).
Mit 19 Jahren und 202 Tagen bei seinem ersten Rennsieg liegt der Italiener in der ewigen Bestenliste damit nur knapp hinter Max Verstappen, der bei seinem ersten Erfolg in der „Königsklasse“ 2016 18 Jahre und 228 Tage jung war. Schon am Samstag hatte Antonelli Geschichte geschrieben und holte sich als jüngster Pilot überhaupt die Poleposition.
Nico Hülkenberg verpasste im Audi die Punkte knapp. Der einzige Deutsche im Fahrerfeld belegte am Ende Rang elf.
Einen spektakulären Auftakt erwischte Hamilton. Der Sprint-Sieger des vergangenen Jahres – einer der wenigen Lichtblicke für ihn bei Ferrari in seinem Premierenjahr – schob sich an den Mercedes vorbei an die Spitze. In Runde zwei verlor der Rekordweltmeister die Topposition zwar wieder an Antonelli, er konnte aber immerhin zeigen, dass mit der Scuderia wieder zu rechnen ist.
Eine Kollision zwischen Verstappens Teamkollege Isack Hadjar und Oliver Bearman im Haas verlieh dem Start schon früh weitere Brisanz. Es dauerte aber bis zur elften Runde, als nach einem Aus von Aston Martins Lance Stroll das Safety-Car auf den Shanghai International Circuit fuhr. Die Topteams nutzten das, um ihren Autos frische harte Reifen zu verpassen.
Nachdem das Rennen wieder freigegeben wurde, behauptete Antonelli Rang eins vor dem drängenden Hamilton. Russell, der tags zuvor den Sprint über 100 Kilometer für sich entschieden hatte, kam dagegen erst mal nur schleppend voran. „Ich habe keinen Grip“, klagte der Engländer.
Die Fans kamen in Shanghai weiter auf ihre Kosten. Vor allem Hamilton und sein Ferrari-Stallrivale Charles Leclerc schenkten sich bei der Verfolgung des enteilten Antonelli nichts. Russell nutzte diesen übermotivierten Abreibungszweikampf und nahm nun selbst die Jagd nach Antonelli auf. Doch selbst im Verkehr behielt der junge Italiener den Durchblick und raste vor den Augen von Papa Marco zu seinem ersten Formel-1-Sieg im erst 26. Grand Prix.
