Anschlag auf CSD in Berlin

Polizei findet IS-Bekennervideo von mutmaßlichem Attentäter


Aktualisiert am 28.07.2026 – 14:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Tatfahrzeug war ein weißer Van. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Neue Informationen zum mutmaßlichen CSD-Attentäter von Berlin: Die Ermittler finden ein Bekennervideo auf dem Handy des Mannes.

Nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin hat die Polizei ein Video auf dem Handy des mutmaßlichen Attentäters Abdul Ballout gefunden. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild“. Auf dem Video ist demnach unter anderem zu sehen, wie eine Person einen Treueschwur auf die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) leistet.

Ob es sich bei der Person in dem Video sicher um Abdul Ballout handelt, blieb zunächst offen. Nach Informationen des „Spiegel“ ist der Mann auf dem Video verhüllt, es soll sich aber um den mutmaßlichen Täter handeln.

Die Ermittler fanden das Handy den Angaben zufolge im Tatauto, so die „Bild“. Das Video stammt laut dem Bericht vom Tag des Anschlags. Zudem soll die Polizei in dem Transporter eine Machetenscheide entdeckt haben. Die Klinge der Waffe sei allerdings nicht gefunden worden.

CSD-Anschlag in Berlin: Fluchtroute des Tatverdächtigen bekannt?

Die „Bild“ berichtet zudem von neuen Erkenntnissen zur möglichen Fluchtroute des mutmaßlichen Täters: Er soll über die Straße des 17. Juni, den Platz des 18. März am Brandenburger Tour, den Friedrich-Ebert-Platz am Reichstag bis zum Bahnhof Friedrichstraße gelaufen sein. Das sei das Ergebnis der Ermittler, die den Weg mit Mantrailer-Hunden abgelaufen seien.

Am Samstagabend soll der 21-jährige Abdul Ballout einen Van am Rande des CSD in eine Menschenmenge gefahren haben. Die Ermittler gingen bereits vor dem Fund des Videos davon aus, dass es sich um einen mutmaßlich islamistischen Terroranschlag handelte. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt.

Am Sonntagabend wurde Ballout dann bei einem Polizeieinsatz in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau getötet. Zuvor soll er mit einer Stichwaffe auf die Beamten zugelaufen sein. Laut Polizei verstarb er trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Berliner Feuerwehr noch am Einsatzort.

Die Bundesanwaltschaft hatte am Sonntagabend die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Terroranschlag übernommen. Als oberste Anklagebehörde in Deutschland ist sie unter anderem für Fälle von islamistisch motiviertem Terrorismus zuständig. Nach dem Tod des Hauptverdächtigen kann es bei den Ermittlungen etwa noch um mögliche Mitwisser oder Unterstützer gehen.

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