„Klimaextremismus“

Dobrindt äußert Verdacht zu Anschlägen auf Umspannwerke

Aktualisiert am 04.09.2026 – 18:11 UhrLesedauer: 1 Min.

NRW-Innenminister Herbert Reul (l.) und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprechen zur Entwicklung nach den Angriffen auf das Stromnetz in Nordrhein-Westfalen: Dobrindt geht von „Klimaextremismus“ aus. (Quelle: Christoph Reichwein/dpa)

Anschläge auf Umspannwerke, Bekennerschreiben und ein flüchtiger Verdächtiger beschäftigen die Ermittler. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht derzeit Hinweise auf „Klimaextremismus“.

Nach den Anschlägen auf Umspannwerke in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen geht Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) derzeit von einem Fall von „Klimaextremismus“ durch einen mutmaßlichen Einzeltäter aus. Das sagte Dobrindt am Freitag in Düsseldorf vor Journalisten.

Er verwies zugleich auf die noch laufenden Ermittlungen und den bisher nicht abschließend geklärten Tathintergrund. Eine abschließende Beurteilung sei noch nicht möglich, betonte der Bundesinnenminister weiter.

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen fahndete am Freitag mit Hochdruck nach einem 48-jährigen Verdächtigen aus der Stadt Gevelsberg, der zwei Bekennerschreiben zu den Anschlägen veröffentlicht hatte. Nach Angaben von Landesinnenminister Herbert Reul (CDU) begründete der Mann die Taten darin mit Kritik an der Energieerzeugung aus fossilen Brennstoffen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen wurden Reul zufolge am Freitag unter anderem „sprengstoffverdächtige Gegenstände“ gefunden. Diese würden untersucht, sagte der Minister bei dem gemeinsamen Auftritt mit Dobrindt vor Journalisten. Der Mann selbst befinde sich weiter auf der Flucht. Die beiden Bekennerschreiben des Verdächtigen würden nach aktuellem Ermittlungsstand als authentisch angesehen. Es gebe aber noch viele Fragen – etwa, ob der Mann allein gehandelt habe.

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