Mit Auflage verbunden
Mysteriöser Spender schenkt Osaka Goldbarren
21.02.2026 – 03:20 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein anonymer Spender hat einer japanischen Stadt Goldbarren zukommen lassen. Er sagte aber auch, was damit geschehen soll.
Die Stadt Osaka hat von einem anonymen Spender ein großzügiges Geschenk erhalten: Goldbarren im Wert von drei Millionen Euro. Insgesamt 21 Kilogramm hat die Wasserbehörde bereits im November erhalten, wie Bürgermeister Hideyuki Yokoyama erst jetzt bekannt gab.
Die Auswahl der Behörde ist kein Zufall. Der Spender verlangt, dass mit dem Geld aus dem Verkauf das Trinkwassersystem in Osaka repariert wird. „Das ist eine unglaubliche Summe, ich war sprachlos“, sagte Yokoyama laut der Nachrichtenagentur AP vor Reportern. „Die Sanierung alter Wasserleitungen erfordert enorme Investitionen, und ich kann mich für diese Spende gar nicht genug bedanken.“
Er wolle die Spende dem Wunsch der namentlich nicht genannten Person entsprechend verwenden. Geld wird dringend gebraucht: Im vergangenen Jahr brach ein Teil einer Straße zusammen und begrub einen Lastwagen – der Fahrer starb. Als Ursache wird ein beschädigtes Abwasserrohr angesehen.
Osaka hatte im Geschäftsjahr, das im März 2025 endete, 92 Fälle von Wasserrohrlecks unter den Straßen der Stadt zu verzeichnen, teilte der Wasserwerksbeauftragte der Stadt, Eiji Kotani, am Freitag der Associated Press mit. Die Stadt mit 2,8 Millionen Einwohnern ist die drittgrößte Metropole in Japan. Ein Großteil der Infrastruktur stammt noch aus den Nachkriegsjahren. Osaka ist eine wichtige Industriestadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg rasch instand gesetzt wurde. Deshalb hat sie auch die mit ältesten Wasserleitungen in Japan.
Osaka muss insgesamt 259 Kilometer Wasserleitungen erneuern, sagte er. Die Erneuerung eines zwei Kilometer langen Abschnitts der Wasserleitungen kostet etwa 500 Millionen Yen (drei Millionen Euro), so Kotani.
