Andrews tiefer Fall
„Das perverseste Tier im Schlafzimmer“
Aktualisiert am 04.11.2025 – 11:41 UhrLesedauer: 4 Min.
Menschen aus Andrews Umfeld beschrieben ihn als sexbesessen, ungehobelt und gemein. Viele Frauen brechen inzwischen ihr Schweigen. Über den tiefen Fall eines einstigen Prinzen.
Andrew wurde aus den Reihen der britischen Königsfamilie verbannt. Vor ein paar Tagen verkündete sein Bruder, der König: Der 65-Jährige verliert alle seine Titel und Ämter – inklusive seines Prinzentitels, den er von Geburt an besitzt. Auch sein luxuriöses Heim auf dem Windsor-Gelände muss er räumen. Hintergrund sind Andrews Verstrickungen in den Epstein-Fall. Seine frühere Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sowie Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs setzten ihn bereits seit Jahren unter Druck, nun bekam er die Konsequenzen seines Handelns zu spüren.
Über Jahre gab es immer wieder Medienberichte, die Andrew in Bedrängnis brachten. Dabei oft im Fokus: das Sexleben des Royals. Eigentlich heiratete er in den 80er-Jahren Sarah „Fergie“ Ferguson. Doch was als Märchen begann, endete in Affären und in ihrer Trennung im Jahr 1992. Einige Frauen, denen sich Andrew versuchte zu nähern, kommen in dem in diesem Jahr veröffentlichten Enthüllungsbuch „Entitled“ von Investigativjournalist und Royal-Experte Andrew Lownie zu Wort.
Der mittlerweile verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sagte einmal, Andrew sei die einzige Person, die „sexbesessener“ sei als er. Der Royal sei „das perverseste Tier im Schlafzimmer“, so seine Worte. Mit über 1.000 Frauen soll er geschlafen haben – auch während seiner Ehe mit Sarah Ferguson. „Er sagte mir, dass er mit seiner Ehefrau eine offene Ehe führt“, schilderte ein nicht namentlich genanntes Model, das den Prinzen in den späten 1980er-Jahren kennenlernte.
Doch Prinz Andrew sei kein Schürzenjäger gewesen. Laut einem Familienfreund habe er erwartet, dass Frauen auf ihn zukommen. „Aber wenn sie das tun, ist er faul und nicht besonders gut darin, Gespräche mit ihnen zu führen.“ Eine Frau, die Avancen von ihm bekam, erinnerte sich: „Er ist ungefähr so subtil wie eine Handgranate. Sein Lieblingstrick ist es, unter dem Tisch dein Knie zu streicheln.“ Eine ehemalige Romanze sagte: „Die traurige Wahrheit über Andrew ist, dass er nicht im Geringsten ein Casanova ist.“ Als Sexualpartner sei er „enttäuschend“, viele Frauen hätten ihn verlassen, weil er „langweilig“ sei.
Auch mit Mitarbeiterinnen soll es zu Vorfällen gekommen sein. Es gab Gerüchte um eine Affäre, eine Nanny soll gekündigt haben, weil Andrew sich an sie herangemacht habe. „Als ich anfing, wurde ich gewarnt, mich von ihm fernzuhalten“, erinnerte sich eine weitere Mitarbeiterin.











