Dritter Österreicher in Folge
Neuer Skisprung-Bundestrainer steht fest
01.04.2026 – 14:18 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Deutsche Skiverband präsentiert den Nachfolger für Stefan Horngacher. Der Sportdirektor setzt auf eine interne Lösung statt auf externe Impulse.
Erst Assistent, jetzt Chef: Andreas Mitter wird neuer Bundestrainer der deutschen Skispringer. Der 44-Jährige tritt die Nachfolge von Stefan Horngacher an, der nach sieben Jahren seinen Abschied bekannt gegeben hatte.
Mitter: „Ich freue mich sehr und möchte mein Know-how und meine Erfahrung einbringen“. Zuletzt war er seit 2023 als Assistent von Horngacher tätig, zuvor arbeitete er unter anderem als Cheftrainer in Finnland.
Zur Vertragslaufzeit machte der Deutsche Skiverband keine Angaben. Mitter ist bereits seit 2019 im Verband aktiv und war zuletzt am Aufstieg von Felix Hoffmann in die Weltspitze beteiligt. In Finnland war er von 2016 bis 2018 tätig, beendete seine Arbeit dort aber auch wegen der schwierigen finanziellen Lage im Verband.
„Andreas kennt das System Skisprung in Deutschland in all seinen Facetten. Wir vertrauen darauf, dass er mit seiner Expertise und seinem hohen Engagement notwendige neue Impulse setzen kann“, sagte DSV-Sportdirektor Horst Hüttel.
Nun steht für ihn eine zentrale Aufgabe an: Die deutsche Mannschaft soll verjüngt und Talente aus dem Nachwuchs an das Topniveau herangeführt werden. Gleichzeitig geht es darum, eine neue Dynamik zu entwickeln – ähnlich wie in der Zeit unter Werner Schuster ab 2008. Aktuell gilt Olympiasieger Philipp Raimund als einziger Springer des DSV auf Weltklasseniveau, während hinter erfahrenen Athleten wie Andreas Wellinger und Karl Geiger eine enttäuschende Saison liegt.
Mitter ist nach Schuster und Horngacher der dritte Österreicher in Folge auf dem Posten. Der bislang letzte deutsche Bundestrainer war Peter Rohwein von 2004 bis 2008. Als möglicher Kandidat war lange auch Thomas Thurnbichler gehandelt worden, er bleibt jedoch Trainer des B-Kaders.
