Wetterrekord geknackt
Amtliche Warnungen in 90 Landkreisen
28.02.2026 – 08:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Vorfrühling ist da – und im Westen stehen die Zeichen auf Sturm. In vielen Landkreisen gelten amtliche Warnungen.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat im Westen Deutschlands Warnstufe Orange ausgerufen, das ist Stufe 2 von 4. Die Warnung vor Sturmböen gilt bis Samstagabend in Nordrhein-Westfalen vom Kreis Borken im Norden des Bundeslandes bis in die Region Aachen im Süden.
Die Böen erreichen dort Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h. Der DWD warnt vor herabstürzenden Ästen und umherfliegende Gegenstände.
Auch in Niedersachsen, Bremen, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland warnt der DWD amtlich, hier mit der Warnfarbe Gelb (Stufe 1 von 4). Auf dem Brocken in Sachsen-Anhalt werden sogar schwere Sturmböen mit bis zu 90 km/h erwartet. Insgesamt sind in rund 90 deutschen Landkreisen Warnungen ausgerufen.
Der Grund: Der Westen und der Norden werden am Samstag von einem schwachen Tiefausläufer erfasst. Der Südosten bleibt unter Hochdruckeinfluss.
Dieser Hochdruckeinfluss hat am Freitag zu einem neuen Temperaturrekord geführt: Noch nie war es an einem Februartag so warm in Baden-Württemberg. Der Rekord wurde in Ohlsbach im Ortenaukreis registriert. Dort zeigte das Thermometer 23,0 Grad an – also nur 2 Grad unter der 25-Grad-Marke, ab der der DWD von einem Sommertag spricht
Der bisherige Temperaturrekord für einen Februartag in Baden-Württemberg war 66 Jahre alt: Aufgestellt wurde er am 29. Februar 1960 in Müllheim. In dem südbadischen Ort, der heute Müllheim im Markgräferland heißt, wurden damals laut DWD 22,5 Grad gemessen.
Ohlsbach ist wohl keine Ausnahme: In weiten Teilen des Südwestens wurden laut DWD Tageshöchstwerte für den 27. Februar aufgestellt. An mehreren Stationen seien örtliche Rekorde für den Monat Februar registriert worden – so zum Beispiel in Stuttgart mit 21,5 Grad.











