Der wildeste Mercedes, den es je gab
Die „Rote Sau“ kehrt zurück
18.02.2026 – 12:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Sie war die Mercedes-S-Klasse, die ihre Gegner das Fürchten lehrte. Jahrzehnte nach ihrem Verschwinden zeigt sich nun eine moderne Neuauflage der „Roten Sau“. Doch die Sache hat einen Haken.
Ein viel zu fettes Monster aus Stahl verblüffte 1971 die Rennsportwelt: Der Mercedes 300 SEL 6.8 raste beim 24-Stunden-Rennen in Spa trotz seiner gewaltigen Masse zum Klassensieg. Die Fans tauften den Rennwagen ehrfürchtig „Rote Sau“. Es war der Moment, der den Mythos AMG begründete.
Das echte Siegerauto existiert nicht mehr. Mercedes verkaufte es nach seinen Einsätzen an den französischen Rüstungskonzern Matra. Dort endete die Laufbahn des 428 PS starken Rennwagens bizarr: Erst wurde er um einen Meter verlängert und dann für Hochgeschwindigkeitstests von Flugzeugreifen missbraucht. Bei diesen Versuchen wurde der Wagen zerstört. Später baute Mercedes eine Replik nach vorhandenen Blaupausen, doch das Original blieb verloren.
Einen Haken gibt es jedoch: Die neue „Rote Sau“ wird niemals in die Fertigung gehen. Sie existiert nur als digitale Vision. Wagener zeigt die Entwürfe in seinem Buch „Iconic Design“. Für AMG-Fans bleibt das Auto ein Traum aus Pixeln.
Dennoch ist der Entwurf ein Signal: Mercedes besinnt sich wieder stärker auf seine lange Geschichte. Die künftige Designsprache der Marke soll bewusst an Ikonen der Vergangenheit anknüpfen.











