Landtagswahl in Baden-Württemberg
Altes Interview bringt CDU-Kandidaten in Bedrängnis
24.02.2026 – 16:54 UhrLesedauer: 1 Min.
Am 8. März will CDU-Kandidat Manuel Hagel die Landtagswahl in Baden-Württemberg gewinnen. Jetzt holt ihn ein Interview aus dem Jahr 2018 ein.
Manuel Hagel, baden-württembergischer CDU-Spitzenkandidat für die bevorstehende Landtagswahl, hat sich von fragwürdigen Aussagen distanziert, die er in einem acht Jahren alten Video über Schülerinnen gemacht hatte. „Der Einstieg für dieses Interview 2018 war Mist“, sagt der CDU-Politiker dem „Spiegel“. „Meine Frau hat mir damals direkt den Kopf gewaschen.“
Zoe Mayer, Grünen-Bundestagsabgeordnete aus Karlsruhe, lud am Montag ein Interview von Hagel ins Netz. Das kurze Video zeigt ein acht Jahre altes Stammtischgespräch Hagels bei einem Lokalsender. Konkret geht es um eine kurze Szene, in der Hagel, damals 29 Jahre alt und Generalsekretär der CDU Baden-Württembergs, von einem Schulbesuch berichtet.
Er habe einen Termin in einer Realschule wahrgenommen, in der Klasse hätten 80 Prozent Mädchen gesessen, beginnt Hagel. „Da gibt’s für 29-jährige Abgeordnete schlimmere Termine als diesen“, schiebt er lachend hinterher. Dann beschreibt er eine Schülerin näher: „Ich werd’s nie vergessen, sie hieß Eva, braune Haare, rehbraune Augen.“
Die Grünenabgeordnete Mayer kritisiert nun, dass die Aussagen der Schülerinnen in den Hintergrund rückten und stattdessen Bewertungen über ihr Aussehen im Vordergrund standen. Über das Vorgehen der Grünenpolitikerin sagte Hagel dem „Spiegel“: „Frau Dr. Mayer kommt damit jetzt zwölf Tage vor der Landtagswahl acht Jahre zu spät.“
