Das erlaubt den Spielern mehr spielerische Freiheit: So werden die Kämpfe nicht ständig durch unnötige Wartezeit auf den Zug des Gegners in die Länge gezogen, auch verschiedene Kampffertigkeiten lassen sich auf diese Weise besser aufeinander abstimmen. Manch feindlicher Attacke kann man jetzt sogar durch geschickte Bewegungen ausweichen. Auch wer seine Pokémon zwischendurch heilen möchte, muss nun nicht auf seinen Zug warten und diesen mitunter verschwenden, wovon der Spielfluss deutlich profitiert.
Der Spielablauf von „Pokémon Legenden: Z-A“ erhält durch diese Modernisierungsmaßnahme insgesamt einen unheimlichen Schub, der auch die Sammelleidenschaft bereichert und sich auf einen weiteren zentralen Punkt auswirkt: die Mega-Entwicklung.
Erstmals nach „Pokémon: Let’s Go, Pikachu!“ und „Pokémon: Let’s Go, Evoli!“ (2018) können Spieler ihre kleinen Monster in diesem speziellen Kampfeffekt nicht nur extrem stark werden lassen, sondern auch hier frei kämpfen und die Gefechte taktischer gestalten. Anstatt stationär an einer Position zu verharren und auf die Aktionen des Gegenübers zu warten, sammelt man Energiebälle, startet eigene Angriffe, weicht den Blitz-, Feuer-, Wasser- oder auch Giftattacken aus und spielt viel dynamischer als früher.
Durch diese positiven Änderungen, die als Nebeneffekt allerdings auch dazu führen, dass die eigene Spielfigur ohnmächtig werden kann, ist der Spielablauf im Vergleich zu früheren Titeln etwas fordernder. Trotzdem bleibt „Pokémon Legenden: Z-A“ insgesamt absolut zielgruppengerecht und lässt sich sowohl von Kindern als auch Anfängern problemlos meistern. Dafür sorgt auch eine sehr langsam ansteigende Lernkurve mitsamt einem Tutorial, das sich über gut zwei Stunden Spielzeit erstreckt und alle Gameplay-Grundlagen penibel genau erklärt.
Auf den ersten Blick ist kaum denkbar, dass „Pokémon Legenden: Z-A“ zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Spielserien gehört. Die Grafik ist altbacken, die Handlung arg simplifiziert.
Doch was man bei diesem ersten Blick nicht erkennt, ist, dass der neue Ableger der Erfolgsreihe sich spielerisch weiterentwickelt hat und mit seinen Echtzeitkämpfen neue Wege beschreitet, die das Sammeln der Pokémon ungemein motivierend machen. Vor allem diese Abkehr vom klassischen Rundensystem ist der wichtigste Grund, die Jagd auf die Taschenmonster trotz seiner durchaus vorhandenen Schwächen weiterzuempfehlen.
„Pokémon Legenden Z-A“ ist seit dem 16. Oktober für Nintendo Switch 1 und 2 erhältlich. Das Spiel hat eine Altersfreigabe der USK ab 6 Jahren.











