Als erstes EU-Land – Spanien will Menstruations-„Urlaub“ einführen – Ratgeber

Monatlich leiden Millionen Frauen unter demselben Problem: Schmerzen während der Regelblutung. Zur Arbeit müssen die meisten trotzdem gehen. Doch das könnte sich bald, zumindest in Spanien, ändern.

Periode, Tage, Zyklus, Menstruation, Regel – von der Pubertät bis zu den Wechseljahren bestimmt die monatliche Blutung rund 35 Jahre lang den weiblichen Lebensrhythmus. Das heißt: circa 400 bis 500 Monatsblutungen, größtenteils begleitet von starken Unterleibsschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Stimmungsschwankungen.

In Japan, Taiwan, Indonesien, Südkorea und Sambia erlauben es die Arbeitgeber deshalb, dass die Frauen in dieser Zeit nicht arbeiten. Was in Europa bisher kein Thema war, will Spanien jetzt ändern.

Laut der spanischen Zeitung „El Pais“ ist dort ein Gesetz in Vorbereitung, das Frauen über 16 Jahren erlauben soll, mindestens drei Tage Menstruations-„Urlaub“ im Monat zu nehmen.

Dieser medizinisch bedingte „Urlaub“ für Frauen, die unter starken Krämpfen, Übelkeit, Schwindel und Erbrechen leiden, könne demnach sogar auf fünf Tage verlängert werden.

Der Gesetzentwurf, der nächste Woche vorgestellt werden soll, sieht außerdem vor, die Mehrwertsteuer auf Hygieneprodukte für die Menstruation abzuschaffen und es Frauen über 16 Jahren erlauben, ohne die Erlaubnis der Eltern abzutreiben.

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