Nachgerechnet
Knapp neun Millionen Euro Schaden durch „Die Odyssee“
25.07.2026 – 11:59 UhrLesedauer: 3 Min.
Christopher Nolans Blockbuster triumphiert gerade an den Kinokassen. Im Film selbst geht einiges zu Bruch. Ein Versicherer hat nun einmal die entstehenden Schäden durchkalkuliert.
Seit vergangener Woche segelt Schauspieler Matt Damon als griechischer Sagenheld Odysseus durch die Kinos. Mit großem Erfolg. Christopher Nolans Verfilmung des Epos „Die Odyssee“ spielte bereits an seinem ersten Kinowochenende rund 260 Millionen US-Dollar ein. Selbst mit seinen spektakulären Batman-Verfilmungen hatte Nolan solche Zahlen bislang nicht erreicht.
Die Zuschauer begleiten Odysseus im Film auf seiner zehnjährigen Rückreise von Troja nach Ithaka. Stürme, Zyklopen, Kämpfe und der Zorn der Götter machen die Reise zu einem gefährlichen und kostspieligen Abenteuer.
Gesamtschaden: Knapp neun Millionen Euro
Wie kostspielig diese Schäden im echten Leben wären, hat nun die Allianz einmal durchgerechnet. Insgesamt kam der Münchener Versicherer dabei auf eine Schadensumme in Höhe von 8.686.000 Millionen Euro.
Besonders hoch schlagen die durch Odysseus und die übrigen griechischen Soldaten in der griechischen Festung Troja verursachten Schäden zu Buche. Zwei Türme werden hier von den Soldaten niedergebrannt, fünf weitere Gebäude stürzen aufgrund des Feuers in sich zusammen. Insgesamt ermittelten die Schadenexperten des Versicherers hier einen Schaden von 5,5 Millionen Euro, der von der Gebäudeversicherung zu zahlen sei.
Deutlich günstiger fällt indes der durch das berühmte Trojanische Pferd verursachte Schaden aus. Dieses kippt im Laufe der Kämpfe brennend gegen eine Mauer, die dadurch Schaden nimmt. Kostenpunkt: 13.000 Euro. Den Wert des trojanischen Pferdes, zusammengezimmert aus alten Schiffsplanken, taxieren die Allianz-Mitarbeiter derweil auf rund 100.000 Euro.
Auch im Palast von Odysseus selbst, der in seiner Abwesenheit von Freiern belagert wird, geht es hoch her. Während eines Kampfes schlägt hier ein Soldat mit seiner Axt ein Loch in den Holzboden, um seinen Mitstreitern im Erdgeschoss Waffen zuwerfen zu können. Hätte Odysseus sein Haus versichert, müsste die Gebäudeversicherung in diesem Fall rund 3.500 Euro zahlen.
Versicherung zahlt nicht für Kriegsschäden
Nicht nur Kenner der griechischen Mythologie wissen, dass sich ein Großteil von Odysseus‘ Irrfahrt auf dem Meer abspielt. Auch hier geht innerhalb der 172 Filmminuten einiges zu Bruch. So reißt am Ende der Reise ein Sturm das Schiff in zwei Hälften, lässt den Mast abbrechen und zerfetzt die Segel. 500.000 Euro hätte Odysseus in diesem Fall wiederbekommen, wäre er denn versichert gewesen. Weitere 50.000 Euro hätte die Versicherung zudem für die Beseitigung des Wracks gezahlt.
Dass der Versicherungsschaden nicht höher ausfällt, liegt daran, dass viele Schäden sich im Kampf ereignen. Schäden, die durch Krieg oder kriegsähnliche Handlungen entstehen, gelten in der Regel allerdings als nicht versicherbar, wurden seitens der Allianz entsprechend auch nicht berücksichtigt. Versichert sind nur Schäden durch Sturm, Havarie und Vandalismus – doch auch davon gibt es auf Odysseus‘ Reise genug.











