Allergiker aufgepasst
Pollensaison startet: Frühlingswetter bringt Heuschnupfen zurück
23.02.2026 – 12:37 UhrLesedauer: 2 Min.
Endlich Frühling in Berlin: Doch das mildere Wetter bringt auch die Pollen zurück. Was Allergiker in den kommenden Monaten erwartet.
Nach wochenlangem Frost und Winterwetter kündigt sich in Berlin endlich der Frühling an. Zum Wochenende hin sollen die Temperaturen laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) auf über 15 Grad ansteigen. Doch für viele Hauptstädter haben die milden Temperaturen auch Nachteile: Sie bringen die Pollen zurück und damit Juckreiz, Niesattacken und Müdigkeit für Allergiker.
Den Anfang machen laut der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst die Haseln. Bereits seit Wochen stünden sie kurz vor der Blüte und würden vor allem ab dem Wochenende ihre pollentragenden Kätzchen weiterentwickeln. Speziell ab Mittwoch würden Allergiker das dann auch zu spüren bekommen: Wenn die Regenfälle aufhören, seien dann in ganz Berlin zum ersten Mal mittlere bis hohe Belastungen mit Haselpollen zu erwarten.
Auch die Erle wird laut Polleninformationsdienst zum Ende der Woche für Nieser sorgen. Die mildere Luft aus dem Süden wird Erlenpollen aus entfernteren Regionen nach Berlin transportieren. Die Belastungen für Allergiker könnten sich rasch von „gering“ auf „hoch“ intensivieren. Auch Pollen von Eiben und Zypressengewächsen können mit den milderen Temperaturen einfliegen, sowie vereinzelte Eschenpollen aus dem Mittelmeerraum.
Meistens startet der Pollenflug bereits im Dezember, wenn die sogenannten Frühblüher Blütenstaub freisetzen. Besonders in milden Wintern sind laut wetteronline daher oft schon um den Jahreswechsel Hasel- und Erlenpollen unterwegs. Ende Februar, Anfang März kommen Esche, Pappel und Weide dazu, ab Ende März folgen die Bikenpollen. Etwa ab Mitte Mai bis in den Frühherbst lösen dann Gräserpollen zusätzlichen Niesreiz aus. Außerdem sorgen im Sommer viele Kräuterpollen, Beifuß und der sehr aggressive Ambrosia für Beschwerden.
Laut dem Robert Koch Institut leiden knapp 15 Prozent der Deutschen unter Heuschnupfen. Betroffene haben nicht nur mit Niesattacken, Fließschnupfen und Augenjucken zu kämpfen, sondern sind der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) zufolge häufig auch erschöpft, schlafen schlecht und sind nicht voll leistungsfähig.
Wer sich langfristig vor Heuschnupfen schützen will, sollte sich bereits vor der Pollensaison vorbereiten, also im Spätsommer oder Herbst, wie die Techniker Krankenkasse vorschlägt. Eine sogenannte Hyposensibilisierung, bei der Betroffene Allergenextrakte gespritzt bekommen oder sie oral zu sich nehmen, gewöhnt den Körper an die Pollen und kann langfristig für Ruhe sorgen.










