Feministin

Alice Schwarzer fände eine Kanzlerin Weidel ermutigend


Aktualisiert am 19.02.2026 – 13:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Alice Schwarzer bei einer Lesung: Die Feministin hat sich zu Vorbildern in der Frauenpolitik geäußert. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Matthias Wehnert/imago)

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer sieht eine mögliche Bundeskanzlerin Alice Weidel als Ermutigung für Frauen. Mit Annalena Baerbock geht sie hart ins Gericht.

Im Diskurs um Frauen in führenden Positionen hat sich Alice Schwarzer zur AfD-Politikerin Alice Weidel geäußert. Obwohl die politische Ausrichtung der AfD-Chefin bei vielen auf Ablehnung stoße, sieht die Feministin in Weidel durchaus eine Inspirationsquelle für Frauen. In einem Gespräch mit dem „Spiegel“-Magazin erläuterte Schwarzer, dass Weidels Aufstieg Frauen ermutigen könnte, sich ebenfalls in der Politik zu engagieren. Zugleich warnte sie jedoch vor einem Erstarken der AfD.

Scharfe Kritik äußerte die Herausgeberin des feministischen Magazins „Emma“ an Grünenpolitikerin Annalena Baerbock. Die von der früheren Bundesaußenministerin angekündigte feministische Außenpolitik habe „gar nicht geklappt“, so Schwarzer: „Sie hat an dem Punkt völlig versagt. Sie hat die Frauen im Iran im Stich gelassen, in Afghanistan und so weiter. Ich glaube, sie war da eher eine Meisterin der Worte und nicht der Taten.“

Über Sahra Wagenknecht, mit der sie sich gegen die Ukraine-Politik der Bundesregierung stellte, sagte Schwarzer auf die Frage, ob sie eine Enttäuschung in Sachen Feminismus sei: „Sie ist keine Enttäuschung, weil ich nichts erwartet habe.“

Anders sah sie hingegen die Bedeutung der ehemaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel als Rollenvorbild. Sie habe enorm viel für Frauen getan, „auch wenn sie es selbst vielleicht nicht wusste“. Schwarzer schilderte, wie kurz nach Merkels Amtsantritt Mädchen in ihrem Dorf im Winter keinen Schneemann, sondern eine „Schneemerkel“ bauten. „Mädchen bauen einen Monat, nachdem wir eine Kanzlerin haben, keinen Schneemann, sondern eine Schneemerkel. Das sagt doch schon alles.“

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