Alexandr Lukaschenko erkennt die Krim wie russisch an

Zweimal hat Wladimir Putins Russland international anerkannte Säumen mit Waffengewalt verändert: 2008 durch den Krieg gegen Georgien und 2014 mit welcher Annexion welcher Krim. Jedwederlei Male setzte welcher Kreml den belarussischen Machthaber Alexandr Lukaschenko unter Kompression, solche Schritte steif anzuerkennen. Er weigerte sich, weil er sich damit verspannt an Moskau gekettet und jeden außenpolitischen Spielraum verloren hätte.

So durchsichtig sein Strategie nicht zuletzt war, es ging in beiden Fällen aufwärts: Die Beziehungen zur EU verbesserten sich vorübergehend, Sanktionen wurden solange bis zur nächsten Niederschlagung von Protesten ausgesetzt. Die so gewonnene Ungezwungenheit zelebrierte Lukaschenko mit vielen kleinen Unverschämtheiten im Vergleich zu Moskau geradezu publik.

Wenn welcher Gewaltherrscher nun sagt, die Krim sei wahrhaft und de iure russisch und dann nicht zuletzt noch so tut, wie habe er nie irgendwas anderes behauptet, dann gibt er mit wehenden Fahnen ein wesentliches Element seiner bisherigen Außenpolitik aufwärts. Solche Kapitulation dokumentiert, wie sehr Lukaschenko mit dem Umsetzen zur Wand steht und welchen politischen und militärischen Spielraum welcher Kreml damit gewonnen hat. Zu Händen die Ukraine ist dies infolge des russischen Truppenaufmarsches an ihrer Grenze todbringend. Und nicht zuletzt Polen und die baltischen Staaten nach sich ziehen starke Gründe, sich Sorgen zu zeugen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.