4. Satz, 5:7, 2:6, 6:3, 2:4 – Da gibt es Pfiffe vom Publikum: Zverev meint, Menšíks Aufschlag sei im Aus gelandet. Stuhlschiedsrichter James Keothavong kommt runter – und gibt den Ball gut. Der Deutsche will es nicht wahrhaben. Muss aber eben weiterspielen. Wieder einmal geht es über Gleichstand. Menšík bleibt aggressiv, geht drauf, Zverev leistet sich einen Rückhand-Fehler, und der Tscheche verkürzt nochmal.
4. Satz, 5:7, 2:6, 6:3, 1:4 – Das gibt es doch nicht! Zverev kommt nach vorn, will per Volley Druck machen – und wird von einem Mensik-Netzroller überrascht, den er nicht mehr zurückbringen kann. Auf seine Rückhand kann er sich aber verlassen, immer wieder erwischt er den Tschechen mit diesem Schlag jetzt auf dem falschen Fuß. Mit einem weiteren Service-Winner stellt Zverev auf 4:1.
4. Satz, 5:7, 2:6, 6:3, 1:3 – Großes Drama jetzt. Menšík kämpft gegen das nächste Break, wehrt sich erbittert. Gleich zwei Breakchancen von Zverev wehrt er ab, setzt dann einen Aufschlag voll auf die Linie, kommt ans Netz und schließt per Volley ab. Das war ganz knapp für den Tschechen, der sich nicht geschlagen gibt.
4. Satz, 5:7, 2:6, 6:3, 0:3 – Zverev scheint seinem Gegner nun wieder den Schwung aus Satz drei genommen zu haben. Es versucht es selbst offensiv, kommt ans Netz und stellt konzentriert auf 3:0.
4. Satz, 5:7, 2:6, 6:3, 0:2 – Es geht jetzt hin und her. Zverev nimmt seinem Gegner direkt in dessen Hochphase den Aufschlag ab, stark zu diesem Zeitpunkt! Der Hamburger lag schon 30:40 hinten, dann aber will Menšík zu viel und legt einen Stopp ins Netz. Gleichstand. Zverev forciert dann den nächsten Rückhand-Fehler und hat Breakball. Den nutzt er direkt, weil er seinen Gegner mit einem tollen Vorhand-Return zum nächsten Fehler zwingt. Ganz stark.
4. Satz, 5:7, 2:6, 6:3, 0:1 – Gut so: Zverev bringt seinen Service zu Beginn von Satz vier problemlos durch.
3. Satz, 5:7, 2:6, 6:3 – In nur 38 Minuten hat sich Jakub Menšík diesen dritten Satz geholt. Das Medical Timeout hat beim Tschechen offenbar Wunder bewirkt. Er hat diesen Durchgang an sich gerissen, zeitweise wieder berauschend aufgespielt und seinen bisher so spielbestimmenden Gegner kalt erwischt. Symptomatisch: Eine Rally über 17 (!) Schläge bei 40:0, die Menšík stilsicher per Stopp abschließt. Das Publikum tobt. Nur noch vier unerzwungene Fehler sind ihm unterlaufen (Zverev dagegen elf), acht Winner hat er geschlagen und sich damit völlig verdient diesen Satz gesichert. Nun wird es spannend: Wie reagiert Zverev?










