„Unzumutbare Situation“
Flughafen entschuldigt sich für Mega-Panne
23.02.2026 – 18:01 UhrLesedauer: 2 Min.
Am Münchner Flughafen müssen 600 Passagiere wegen Schneefalls in Flugzeugen übernachten. Jetzt entschuldigen sich der Airport und die Lufthansa.
Am Münchner Flughafen haben rund 600 Passagiere unfreiwillig in Flugzeugen übernachtet – starker Schneefall verhinderte den Abflug von sechs Maschinen. Am Montag haben sich nun der Airport und die Lufthansa ausdrücklich entschuldigt.
„Lufthansa hat noch am Freitag mit den betroffenen Passagieren Kontakt aufgenommen. Die Gäste erhalten entsprechende Entschädigungszahlungen“, teilte ein Sprecher der Airline mit. Das Unternehmen bat für die „unzumutbare Situation“ ausdrücklich um Entschuldigung. Man setze gemeinsam mit dem Flughafen München alles daran, dass sich solche Fehler nicht wiederholen.
Beim Flughafen hieß es ebenfalls verbunden mit einer Entschuldigung, es sei für die Passagiere eine schwierige und kaum nachvollziehbare Situation gewesen. „Wir arbeiten derzeit mit unseren Partnern daran, die Sachlage vollständig aufzuklären und unmittelbar Prozessverbesserungen umzusetzen“, erklärte ein Flughafensprecher.
Albert Füracker, der Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens und bayerische Finanzminister, forderte eine umfassende Aufklärung der Ereignisse. So etwas dürfe nicht passieren, sagte Füracker dem Sender Antenne Bayern.
Die Flugzeuge seien während der Nacht ausreichend beheizt und mit Strom versorgt gewesen, hieß es. Der Schneefall hatte den gesamten Flugbetrieb am Donnerstag beeinträchtigt. Laut Flughafenangaben wurden insgesamt 100 Flüge gestrichen, und die Terminalkapazitäten seien durch abgestellte Flugzeuge ausgelastet gewesen. Die betroffenen Maschinen mussten deshalb auf Außenpositionen abgestellt werden.
Sie hätten zunächst starten sollen. Als die Flugzeuge dann aber wegen des starken Schneefalls doch nicht abheben durften, fehlten Busse, um die Fluggäste ins Flughafengebäude zurückzubringen. Betroffen waren laut Flughafen München fünf Flüge von Lufthansa, darunter nach Singapur, Kopenhagen und Danzig sowie ein Flug von Air Arabia.
