Rückendeckung für CSU-Chef

„Den Vorstoß von Söder unterstütze ich ausdrücklich“


Aktualisiert am 24.04.2026 – 13:08 UhrLesedauer: 2 Min.

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Noch Präsidentin des Bayerischen Landtags, bald Bundespräsidentin? Für eine Kandidatur Ilse Aigners gibt es viel Unterstützung. (Quelle: IMAGO/Rolf Poss/imago)

Ilse Aigner könnte nächste Bundespräsidentin werden, findet Markus Söder. Und auch viele andere halten das für eine gute Idee. Der Erste aus den Reihen der CDU ist jetzt Sepp Müller.

Rückendeckung für CSU-Chef Markus Söder, jetzt auch aus der CDU: Der stellvertretende Fraktionschef der Union im Bundestag, Sepp Müller, hat sich hinter Söders Vorstoß gestellt, dass Ilse Aigner (CSU) für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren sollte.

„Den Vorstoß von Markus Söder unterstütze ich ausdrücklich“, sagte Müller t-online am Freitag. „Ilse Aigner habe ich im Deutschen Bundestag wie auch als Präsidentin des Bayerischen Landtags als integrative, bürgernahe Persönlichkeit erlebt. Sie vereint genau jene Qualitäten, die dieses Amt erfordert. Sollte sie sich zur Wahl stellen, gilt ihr meine Unterstützung – klar und aus voller Überzeugung.“

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Steffen Bilger, zeigte sich ebenfalls offen für den Vorstoß. „Ich begrüße jeden geeigneten Vorschlag“, sagte er t-online. „CDU und CSU werden über den Sommer einen Personalvorschlag erarbeiten.“

Zuvor gab es auch aus den Reihen der SPD Unterstützung für eine mögliche Kandidatur Aigners. „Ich kenne und schätze Ilse Aigner seit vielen Jahren. Sie ist eine kluge und verantwortungsbewusste Demokratin und wäre mit Sicherheit eine geeignete Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin“, sagte der SPD-Politiker und ehemalige Arbeitsminister Hubertus Heil dem „Tagesspiegel“.

Der bayerische Landtagsvizepräsident Markus Rinderspacher (SPD) sagte der Zeitung: „Ilse Aigner gelingt es, Brücken zwischen politischen Lagern und gesellschaftlichen Gruppen zu bauen und so den Zusammenhalt zu stärken. Sie verfügt über Regierungserfahrung auf Landes- und Bundesebene und vereint zugleich die verbindenden Tugenden einer hochrespektierten Parlamentspräsidentin.“

Aigners bodenständige Art schaffe Vertrauen und ermögliche eine unverstellte Kommunikation. „Gerade in Zeiten wachsender Distanz zwischen Bürgern und Politik kann diese sympathische Authentizität verbindend wirken.“

Der Bewerber für den FDP-Vorsitz, Wolfgang Kubicki, sagte der „Rheinischen Post“: „Ich schätze Ilse Aigner persönlich sehr und traue ihr das Amt auch zu, aber über Namen wird die FDP zu gegebener Zeit befinden.“ Wichtig sei, dass in Zukunft jemand das Amt übernehme, der sein Ohr näher an der Bevölkerung habe und den Mut, auch mal Unpopuläres zu sagen.

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