„Gewinnt man nicht per Mail“
Africa-Cup: Senegal-Spieler spotten nach Titel-Aberkennung
18.03.2026 – 19:22 UhrLesedauer: 2 Min.
Blanken Hohn legen die senegalesischen Nationalspieler am Tag nach der Titel-Aberkennung des Afrika-Cups an den Tag. Im Zentrum des Spotts steht der Frust über die Entscheidung.
„Diese Trophäe gewinnt man auf dem grünen Rechteck, aber nicht per E-Mail“ schrieb El Hadji Malick Diouf auf Instagram. Der West-Ham-Profi ist nur einer von einigen senegalesischen Nationalspielern, die die Entscheidung des Berufungsgerichts vom afrikanischen Kontinentalverband CAF kritisieren.
Auf X schrieb außerdem auch Rayo-Vallecano-Profi Pathé Ciss: „Ihr könnt den Heulsusen ruhig noch drei Tore geben.“ Everton-Mittelfeldspieler Idrissa Gueye erklärte: „Wir wissen, was wir an jenem Abend in Rabat erlebt haben. Und das kann uns niemand nehmen.“
Zuvor hatte das Berufungsgericht die Caf Senegal am Dienstagabend den Afrika-Cup-Titel aberkannt. Das Endspiel gegen Marokko vom Januar wurde nachträglich mit 3:0 für die Gastgeber gewertet – weil Senegals Mannschaft nach umstrittenen Elfmeterentscheidungen den Platz verlassen hatte.
Grundlage war Artikel 82 des Regelwerks für den Afrika Cup. Das senegalesische Team habe durch das Verlassen des Platzes gegen Ende der regulären Spielzeit die Partie aufgegeben und müsse daher als Verlierer gewertet werden. Damit widersprach das Berufungsgericht der ursprünglichen Caf-Entscheidung. Der Verband hatte zwar Geldstrafen gegen beide Teams verhängt, das sportliche Ergebnis aber nicht angetastet.
Vorausgegangen war ein turbulentes Endspiel in Rabat. Nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff zugunsten Marokkos in der Nachspielzeit verließ Senegals Mannschaft den Platz fast geschlossen. Der Elfmeter wurde verschossen. In der Verlängerung erzielte Pape Gueye das Siegtor zum 1:0.
Der senegalesische Fußball-Verband kündigte an, vor den Internationalen Sportgerichtshof Cas zu ziehen. In einer Mitteilung hieß es: „Die senegalesische Fußballföderation verurteilt diese Entscheidung als ungerecht, beispiellos und inakzeptabel und sieht darin eine Diskreditierung des afrikanischen Fußballs.“
