Wirtschaftsforum in Sankt Petersburg
Drei AfD-Abgeordnete reisen zu Putin
Aktualisiert am 29.05.2026 – 16:16 UhrLesedauer: 3 Min.

Putin ist der Schirmherr, in der Regel auch aktiver Teilnehmer: Mehrere AfD-Abgeordnete fahren zu einem Wirtschaftskongress nach Russland. Mit dabei: der außenpolitische Sprecher der AfD.
Drei hochrangige AfD-Funktionäre fahren Anfang Juni zu einem Wirtschaftskongress im russischen Sankt Petersburg. Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Steffen Kotré, hat t-online seine Teilnahme ebenso bestätigt wie der sächsische AfD-Landeschef und -Landtagsabgeordnete Jörg Urban.
Nach Informationen von t-online wird außerdem der außenpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Markus Frohnmaier, nach Sankt Petersburg reisen. Er ist auch Landeschef der AfD in Baden-Württemberg.
Frohnmaier hatte im Oktober vergangenen Jahres mitgeteilt, er plane im Frühjahr eine Reise nach Russland. Vor genau zehn Tagen hatte er dann, gefragt von Journalisten, offengelassen, ob er die Einladung nach Sankt Petersburg wahrnehme und gesagt, er prüfe seine Teilnahme noch. Wie mehrere Quellen aus der Fraktion nun t-online bestätigten, ist die Entscheidung inzwischen gefallen – pro Reise zu Putin. Frohnmaier selbst wollte sich am Freitag auf Anfrage von t-online nicht äußern.

Wichtiges Forum für Putin
Der russische Präsident ist Schirmherr des Internationalen Wirtschaftsforums in Sankt Petersburg vom 3. bis zum 6. Juni und in der Regel auch der prominenteste Redner dort. Seit Jahren nimmt Wladimir Putin an der größten Wirtschaftskonferenz Russlands teil und nutzt sie unter anderem, um Sanktionen des Westens zu kritisieren und seine geopolitischen Ziele zu formulieren.
Im vergangenen Jahr betonte Putin dort am Rednerpult seine Maximalforderungen in seinem Angriffskrieg gegen die Ukraine: „Wo der Fuß eines russischen Soldaten hintritt, das gehört uns“, sagte er. Er betrachte das russische und das ukrainische Volk „als ein Volk“, so Putin weiter. „In diesem Sinne gehört uns die ganze Ukraine.“
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Steffen Kotré teilte t-online am Freitag mit, eines seiner Ziele auf der Reise sei es, zu zeigen, „dass wir Friedensdiplomatie wollen und keine Kriegsrhetorik, wie sie die Bundesregierung leider unbegründet von sich gibt“. Deutschland brauche außerdem wieder „preiswerte und sichere Energie aus Russland“. Sachsens Landeschef Urban teilte mit: „Sachsen braucht Russland als Garant für Frieden und Wohlstand in Europa.“











