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Home » AfD-Parteitag – Chrupalla abgestraft: Weidels „Schlachtfest“
Politik

AfD-Parteitag – Chrupalla abgestraft: Weidels „Schlachtfest“

MitarbeiterBy MitarbeiterJuli 5, 2026
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AfD-Parteitag – Chrupalla abgestraft: Weidels „Schlachtfest“

AfD-Parteitag

Weidels „Schlachtfest“


05.07.2026 – 04:29 UhrLesedauer: 7 Min.

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Tino Chrupalla, Alice Weidel: Die Zeit der Freundlichkeiten ist vorbei. (Quelle: Thilo Schmuelgen/Reuters )

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Alice Weidel baut sich in Erfurt ihren Wunschvorstand zusammen: sehr viel jünger und ein Stück weit radikaler. Für Tino Chrupalla ist Platz. Noch.

Es ist Samstagabend, stundenlang hat die AfD Posten besetzt. Jetzt hat sie einen neuen Bundesvorstand. Wie die Wahl gelaufen ist? Alice Weidels wichtigster Strippenzieher, Sebastian Münzenmaier steht im Pressebereich und braucht nur zwei Worte, um diese Frage zu beantworten. „Sehr gut.“ Mehr sagt Münzenmaier nicht. Die Ergebnisse sprechen für sich.

Weidel hat sich in den vergangenen Stunden mithilfe von Münzenmaiers Netzwerk ihren Wunschvorstand zusammengebastelt. Es war eine deutliche Demonstration ihrer Macht. Auch und gerade gegen ihren Co-Chef Tino Chrupalla. Entstanden ist so der Vorstand, der die AfD auf die Bundestagswahl 2029 vorbereitet und damit auf Weidels großen Moment: ihre Kanzlerkandidatur. So jung wie nie – und ein Stück weit radikaler als der vorige.

Weidel ist jetzt gewappnet, auch für den Fall von vorgezogenen Neuwahlen. In der Parteizentrale hat sie von nun an vorwiegend loyale Unterstützer unter sich. Oder wenigstens solche, die ihr einen großen Karrieresprung zu verdanken haben. Weidel hat im wichtigsten Organisations-Gremium der AfD so keine innerparteilichen Störfeuer mehr zu fürchten. Und wichtiger: Sie hat freie Hand, ihren Wahlkampf zu gestalten. „Seid gespannt!“, hat sie den 600 Delegierten in der Erfurter Messehalle schon am Mittag von der Bühne zugerufen. „Wir arbeiten bereits daran!“

So jung wie noch nie: der neue AfD-Bundesvorstand.Vergrößern des Bildes
So jung wie noch nie: der neue AfD-Bundesvorstand. (Quelle: Katharina Kausche/dpa)

Chrupalla bleibt Co-Chef an Weidels Seite. Vorerst. Doch kein anderer aus seinem Lager hat den Sprung in den Vorstand geschafft. „Sehr gut“ sind nicht die Worte, die man von seinen Unterstützern hört. Im Gegenteil. Einer, der seinen Namen lieber nicht lesen will, schätzt diesen Samstag ehrlich ein: „Das war ein Schlachtfest.“ Ein Gemetzel also. Und zwar mit den Kandidaten aus dem Chrupalla-Lager als Opfer.

Dass Chrupalla selbst dem nicht zum Opfer gefallen ist, dürfte nicht zuletzt den im Herbst anstehenden Ost-Landtagswahlen geschuldet sein. Sich des Sachsens Chrupalla jetzt schon zu entledigen – das wäre strategisch einfach nicht geschickt. Das Münzenmaier-Netzwerk vermeidet solche Fehler. Es ist eine seiner Stärken. Doch Chrupalla ist jetzt alleine an der AfD-Spitze, umgeben von vielen Weidel-Verbündeten.

Weidel verzeiht Betrug nicht

Das „Schlachtfest“ hat eine lange Vorgeschichte. Und sie verrät viel über Alice Weidel, ihr Verhältnis zu Tino Chrupalla und wie man in der AfD an der Spitze bleibt.

Bei der letzten Bundesvorstandswahl 2024 in Essen erhielt Weidel überraschend ein schlechteres Ergebnis als Chrupalla. Die Differenz betrug nur ein paar Stimmen. Doch Weidel galt schon da als unangefochtene Nummer 1 der AfD und hatte Chrupalla im Vorfeld gestützt, beworben, noch am Bundesparteitag öffentlich mit Freundlichkeiten überhäuft.

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