„Nichts in einer Therme zu suchen“
Tattoo löst Ärger in Therme aus – die zieht Konsequenzen
Aktualisiert am 30.07.2026 – 14:38 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein Badegast besucht mit seinem Neffen die Naturtherme Templin. Was er sieht, macht ihn wütend. Doch die Therme handelt anders als von ihm erwartet.
In der Naturtherme im brandenburgischen Templin (Landkreis Uckermark) hat ein Mann mit seinen Tattoos Unmut und eine Debatte über das Verhalten der Mitarbeiter ausgelöst. Zuerst berichtete der „Nordkurier“ – inzwischen kündigte die Therme Konsequenzen an.
Ein Badegast hatte die Therme am 22. Juli gemeinsam mit seinem Neffen besucht, wie er dem „Nordkurier“ schilderte. Dabei sei ihm ein Mann aufgefallen, „der Nazigrößen in Uniform und mit Hakenkreuz auf dem Rücken abgebildet hatte“. Dies habe ihn erschreckt: „Solche Menschen haben nichts in einer Therme zu suchen“, sagte er der Zeitung.
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Nachdem er einen Bademeister darauf angesprochen habe, habe dieser anders reagiert als erwartet. Erst habe dieser erklärt, gegen den Mann nichts unternehmen zu können. Erst als ein weiterer Gast intervenierte, sei der Mann von den Bademeistern angesprochen worden. Schließlich sei dem Mann das Hakenkreuz-Tattoo abgeklebt worden, Teile des Tattoos seien aber sichtbar geblieben.
Mann mit Nazi-Tattoo sei „kooperativ“ gewesen
Der kaufmännische Leiter der Therme, Christoph Mehlberg, sagte dem „Nordkurier“, Nazisymbole würden in der Therme nicht geduldet. Der Mann sei allerdings „sehr kooperativ“ gewesen. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte man vom Hausrecht Gebrauch gemacht und den Mann des Bades verwiesen. Intern sei der Vorfall inzwischen in der Belegschaft ausgewertet und das Personal entsprechend sensibilisiert worden.
Der Deutschen Presse-Agentur sagte ein Mitarbeiter der Therme, man werde bei ähnlichen Fällen nun härter durchgreifen. „Zukünftig werden wir bei solchen Fällen auch Anzeige erstatten“, betonte er.









