Nach einem Zusammenprall mit Malik Tillman musste Union-Profi Janik Haberer auf dem Feld behandelt werden. Anschließend verließ der Mittelfeldspieler von zwei Betreuern gestützt den Platz. Für ihn kam Christopher Trimmel (11.). Trotz des kleinen Dämpfers hielt Union gut dagegen, Leverkusen fand aber allmählich besser in die Partie.
Doch die „Eisernen“ zeigten sich weiter aufmerksam und blieben torgefährlich. Aljoscha Kemlein chippte den Ball aus dem Mittelfeld Richtung Khedira, der sich im Zweikampf gegen Robert Andrich durchsetzte und den Ball über den herauseilenden Bayer-Keeper Janis Blaswich lupfte. Die Köpenicker machten weiter Druck, Schäfer scheiterte wenig später an Blaswich (32.).
Nach der Pause war Leverkusen weiter um Spielkontrolle bemüht, doch Union bot wenig Räume. Bayer-Coach Hjulmand versuchte durch einen Dreifachwechsel (60.) unter anderem mit Schick neue Impulse zu setzen, die Berliner stemmten sich leidenschaftlich gegen den zunehmenden Druck. Schick vergab in der Schlussphase zwei gute Chancen. Auch deshalb ging Leverkusen als Verlierer vom Feld.
Nach dem überraschenden Punktgewinn bei RB Leipzig (2:2) hatte man in Wolfsburg Hoffnung geschöpft, die gute Leistung konservieren zu können. Es mangelte jedoch an Kreativität und Offensivstärke. Erst kurz vor der Pause fasste sich Denis Vavro ein Herz und zog aus gut 20 Metern einfach mal ab, Torhüter Finn Dahmen parierte. Die nachfolgende Ecke nutzten die Gastgeber. Ein Schussversuch von Christian Eriksen fand Yannick Gerhardt, der per Kopf verwandelte (41.).
Bei seinem Startelf-Debüt erzielte Rodrigo Ribeiro dann den Ausgleich. Alexis Claude-Maurice schickte den Stürmer aus zentraler Position in den Strafraum, wo Schlussmann Kamil Grabara den Einschlag nicht mehr verhinderte.
Die Augsburger hatten danach mehr vom Spiel, doch erneut schlug Wolfsburg aus dem Nichts zu. Aus der eigenen Hälfte startete Mohamed Amoura und bediente den eingewechselten Kento Shiogai, der den Ball über die Linie stolperte (71.). Doch dann leistete sich Vavro einen Blackout, er klärte unbedrängt im eigenen Strafraum mit der Hand. Michael Gregoritsch traf per Elfmeter zum 2:2. Dann schockte Elvis Rexhbecaj den VfL in der Nachspielzeit erneut (90.+3).
