Abschläge auf Rekordniveau
Rente: Fast jeder Dritte nimmt Einbußen hin
24.02.2026 – 14:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Fast jeder Dritte geht mit Abschlägen in Rente. Die durchschnittliche Kürzung hat sich binnen zehn Jahren nahezu verdoppelt.
Viele Beschäftigte gehen früher in Rente und nehmen dafür spürbare finanzielle Einbußen in Kauf. Zahlen der Deutschen Rentenversicherung zeigen: Die durchschnittlichen Abschläge sind in den vergangenen zehn Jahren deutlich gestiegen. Zuerst hatte das Portal ihre-vorsorge.de berichtet.
Gleichzeitig ist auch der Anteil derjenigen gestiegen, die überhaupt mit Abschlägen in Rente gehen. 2014 bezogen 24 Prozent der Neurentnerinnen und Neurentner eine gekürzte Altersrente. 2024 waren es bereits 28,3 Prozent.
Der Mechanismus ist klar geregelt: Für jeden Monat, den die Rente vorgezogen wird, werden dauerhaft 0,3 Prozent von der Bruttorente abgezogen. 2014 summierten sich die vorgezogenen Monate im Schnitt auf gut 23 Monate. Das entsprach einem durchschnittlichen Abschlagssatz von 7,0 Prozent. 2024 kamen die Betroffenen im Schnitt bereits auf 32 Monate vorzeitigen Rentenbeginn. Daraus ergibt sich ein lebenslanger Abschlag von 9,6 Prozent auf die Bruttorente.
Auffällig sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern: 2024 ging fast jede dritte Frau mit Abschlägen in Rente, bei den Männern war es etwa jeder Vierte. Bei Letzteren summierten sich im Schnitt rund 31 Abschlagsmonate. Das entspricht 9,3 Prozent Rentenkürzung. Bei einer durchschnittlichen Bruttorente von 1.654,95 Euro bedeutete das einen monatlichen Abschlag von 172,37 Euro.
Frauen gingen im Schnitt sogar fast 33 Monate früher in Rente. Der Abschlagssatz lag bei 9,9 Prozent. Aufgrund der niedrigeren durchschnittlichen Altersrente von 1.195,45 Euro fiel der absolute Abschlagsbetrag mit 131,64 Euro zwar geringer aus, relativ zur ohnehin kleineren Rente wiegt er jedoch besonders schwer.











